Politik
05.12.2011

Brandgefährliche Schnapsideen

Mann steckte Freund Knallkörper in den Mund; Alko-Lenker wechselten sich beim Fahren ab; Randalierer lief in ein Auto.

Sie sind gute Freunde und hatten schon "viel Hetz'" miteinander. Auch in der Nacht zum Samstag gab es für den 40-jährigen Autohändler und den 33-jährigen Dachdecker in einer Tanzbar in Ferlach (Kärnten) viel zu lachen. Die Alkoholmenge überstieg aber offenbar das Maß der Verträglichkeit: Plötzlich zog der 33-Jährige einen Knallkörper aus der Tasche, steckte ihn seinem Freund in den Mund - und entfachte die Zündschnur. Der Freund ernüchterte in der Sekunde: Er riss sich die Babyrakete aus dem Mund und schleuderte sie in den Nebenraum. Dort detonierte der Juxartikel. Der 33-Jährige blieb unverletzt, durch den Lärm erlitten aber vier Tanzbar-Besucher ein Knalltrauma. Der Unternehmer wird jetzt wegen Körperverletzung angezeigt.

Besonders schlau glaubten sich zwei Alko-Lenker in Kärnten zu verhalten: Der 41-Jährige und sein 27-jähriger Freund wechselten einander hinter dem Steuer ab. Erst touchierte der Ältere mit dem Auto parkende Fahrzeuge und fuhr einem Wagen auf. Auf der Flucht verlor er ein Kennzeichen. Dadurch wurde er von der Polizei gestellt. Danach tauschte er mit seinem nicht minder alkoholisierten Freund die Plätze. Auch der verursachte einen Blechschaden und flüchtete. Zeugen notierten sich jedoch die Autonummer, also ging auch er der Polizei ins Netz. Wie sich herausstellte, besitzen beide keinen Führerschein mehr. Letztlich wurden ihnen die Autoschlüssel abgenommen.

Geflüchtet

In Gmünd randalierte ein 27-Jähriger in Alkohollaune mit seinem 31-jährigen Freund vor einem Lokal und flüchtete, als die Polizei kam. Der Mann rannte über die Böschung auf die Katschberg-Straße und wurde dort von einem Auto erfasst und schwer verletzt. In Wien alarmierte ein Taxilenker am Samstag gegen 4 Uhr Früh die Polizei: Ein massiv alkoholisierter Mann versuchte das bereits mit zwei Frauen besetzte Taxi auf dem Opernring zu entern. Christian T. (37) beschimpfte die beiden Damen, den Fahrer und schließlich auch die Polizei aufs Gröbste. Zehnminütige Versuche, den Trunkenbold zu beruhigen, blieben ergebnislos. Schließlich sprach eine junge Polizistin die Festnahme aus.

Polizistin verletzt

Da dämmerte dem 37-Jährigen der Ernst der Lage. Er lief davon und sprang in ein anderes Taxi. Die Polizistin lief ihm nach und versuchte, den Mann aus dem Wagen zu zerren. Da schlug der Alkoholisierte die Tür zu und verletzte die Polizistin am Daumen. Wüste Schimpftriaden begleiteten das Handgemenge. Weitere Beamte konnten den Randalierer schließlich aus dem Fahrzeug ziehen und fixieren. Dem betrunkenen Rowdy drohen Anzeigen wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und Nötigung.

In Wampersdorf (NÖ) ging ein 24-jähriger alkoholisierter Autofahrer nach einem Unfall mit Fahrerflucht trotz Verletzungen mit Fäusten und Füßen auf die Polizei los. Er konnte erst ins Spital gebracht werden, als er sich beruhigt hatte. Die Polizisten kamen in dem Fall unverletzt davon.