Politik
10.04.2012

Bombendrohung aus Österreich an US-Uni

Nach einer Serie von Bombendrohungen gegen eine US-Uni mit 34.000 Studenten führt die Spur laut FBI nach Österreich.

Die Studenten der Universität Pittsburgh leben derzeit in pa­nischer Angst, sogar die Schließung des riesigen Gebäudes ist ein Thema. Denn in den vergangenen zwei Monaten gab es via eMail Dutzende Bombendrohungen, allein am Montag musste die Uni im Laufe des Tages gleich vier Mal komplett geräumt werden.

Mittlerweile wurden auf den Bombendroher 50.000 Dollar Kopfgeld ausgesetzt, das FBI und der Secret Service haben Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. In den USA gibt es bei derartigen Be­drohungen keinerlei Pardon. Genauere Computerauswertungen haben laut lokalen Medien­berichten ergeben, dass die Mails über einen öster­reichischen PC verschickt worden sind.

Unklar ist derzeit, ob der Computer nur benutzt wurde, um die Identität des Drohers zu verschleiern, oder ob tatsächlich ein Österreicher die Fäden zieht. Laut Bundeskriminalamtssprecherin Silvia Strasser gibt es im BKA vorerst noch keine Ermittlungen zu dieser Sache.

 

"Leben in Angst"

Der unbekannte Mailschreiber geht extrem methodisch vor und erklärt jedes Mal, dass die Bombe nun in einem anderen Teil des Campus versteckt wurde. "Viele hier leben in Angst", zitieren die CBS-News den Junior-Studenten Brian Haughwout. Wie ernst alles genommen wird, sieht man auch daran, dass immer mehr Professoren ihre Vorlesungen jetzt ins Freie verlegen oder sogar nur mehr via Internet von zu Hause aus halten. 34.000 Studenten und fast 4000 Angestellte sind stark verun­sichert. Fast alle müssen derzeit Taschenkontrollen beim Betreten des Areals über sich ergehen lassen, die Campus-Polizei überprüft jeden.

Bisher wurden insgesamt 25 Orte in mehreren Gebäuden nach derartigen Drohungen genauer untersucht. Eine Bombe oder Hinweise darauf wurden bisher allerdings nicht gefunden.