Politik
05.03.2012

Bombe nahe Erdogans Sitz hochgegangen

In Ankara verletzte der Sprengsatz einen Menschen. Bereits vergangene Woche explodierte eine Bombe in der Nähe eines AKP-Büros.

Nahe dem Regierungssitz des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ist eine Bombe explodiert. Ein Mitarbeiter des Berufungsgerichtes ist durch die Detonation am Montagvormittag in Ankara leicht verletzt worden, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV.

Die Bombe befand sich demnach in einer kleinen Plastikflasche. Sie sei in der Früh rund 20 Meter vom Sitz Erdogans entfernt explodiert. Laut Al Jazeera sollte dort eine Kabinettssitzung stattfinden. Bombenexperten suchten das abgesperrte Areal nach möglichen weiteren Sprengsätzen ab. In der Nähe befinden sich zudem das oberste Berufungsgericht, mehrere Ministerien sowie das Gebäude des Generalstabs der Armee.

Die Hintergründe sind noch unklar. Laut Medienberichten soll ein etwa 30 bis 35 Jahre alter Mann die in einem Sackerl versteckte Flasche mit der Bombe abgestellt haben. Erst in der vergangenen Woche war in Istanbul ein Bombenanschlag verübt worden, bei dem 15 Polizisten und ein Passant in der Nähe eines Büros der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP verletzt wurden.