Blutbad: Batman-Darsteller besuchte Opfer
Christian Bale, Hauptdarsteller des neuen Batman-Films von Christopher Nolan, hat die Opfer des Amoklaufs in Aurora in Colorado im Krankenhaus besucht. Fotos beim Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter zeigten den britischen Schauspieler am Dienstag bei seinem Blitzbesuch im Krankenhaus von Aurora, in dem noch 20 Verletzte behandelt werden. Auf einem der Fotos hockt der Schauspieler neben einem jungen Mann, beide lächeln in die Kamera.
In einer anderen Botschaft des Klinik-Personals hieß es: "Was für eine Überraschung - 19 Swedish-Mitarbeiter haben heute Christian Bale getroffen."
Bei dem Amoklauf bei einer Kino-Premiere des neuen Batman-Films in der Nacht zum Freitag waren zwölf Menschen getötet und 58 weitere verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze, der 24-jährige Student James Holmes, sitzt in Haft und soll kommenden Montag angeklagt werden. Holmes hatte die Tat offenbar von langer Hand vorbereitet, sein Motiv ist bislang unklar. Christian Bale spielt in " The Dark Knight Rises", dem dritten und letzten Batman-Film, erneut den Superhelden.
Zwischenfälle
Die Nerven liegen offenbar blank nach dem Blutbad in Aurora. Landesweit gibt es mehrere - teilweise obskure - Meldungen über Zwischenfälle bei Kinovorstellungen. Mindestens drei Menschen wurden wegen Drohungen während oder nach eines Films festgenommen. In der Stadt Sierra Vista im US-Staat Arizona gerieten Kinozuschauer während einer Vorstellung des Batman-Films wegen eines offenbar unter Alkoholeinfluss stehenden Mannes in Panik. Das Verhalten des 27-Jährigen löste eine "Massenhysterie" aus, rund 50 Menschen flüchteten aus dem Kino, wie das Sheriff-Büro im Bezirk Cochise County mitteilte.
Drohung
Im US-Staat Maine wurde Polizeiangaben vom Montag (Ortszeit) zufolge ein Mann festgenommen, der "
The Dark Knight Rises" gesehen und einen Tag später damit gedroht hatte, einen ehemaligen Mitarbeiter zu erschießen. Der Verdächtige sei wegen zu schnellen Fahrens angehalten worden, hieß es. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten anschließend ein Sturmgewehr, vier Handfeuerwaffen, Munition sowie Zeitungsausschnitte über die Schießerei in Colorado, bei der am Freitag zwölf Menschen getötet wurden.
In Südkalifornien wurde bereits am Sonntag ein Mann während einer Nachmittagsvorstellung des Batman-Films in Gewahrsam genommen, nachdem er Augenzeugenberichten zufolge Drohungen geäußert und auf das Blutbad in Colorado verwiesen hatte.
Familie des Schützen gedenkt der Opfer
Unterdessen meldete sich die Familie des mutmaßlichen Todesschützen
James Holmes zu Wort. Über eine Anwältin hat diese ihr Mitgefühl für die Opfer geäußert. Zugleich appellierten die Eltern, der Fall solle vor Gericht und nicht in den Medien entschieden werden. "Die Familie möchte bekräftigen, dass sie mit dem Herzen bei den Opfern und deren Familien ist", sagte die Anwältin Lisa Damiani. Sie fügte hinzu, die Eltern wollten derzeit nicht über die Beziehung zu ihrem Sohn sprechen. Damiani wollte nicht sagen, wo sich die Familie derzeit aufhalte. "Ich fürchte um ihre Sicherheit."
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