Politik | Ausland
01.09.2017

Zwei weitere Deutsche in Türkei festgenommen

Das Auswärtige Amt in Berlin nennt als Grund für die Festnahmen "politische Vorwürfe". Damit sind nun zwölf deutsche Staatsbürger aus politischen Gründen in der Türkei inhaftiert.

In der Türkei sind nach Angaben der deutschen Bundesregierung zwei weitere Deutsche aufgrund politischer Vorwürfe festgenommen worden. Die Flughafenpolizei im südtürkischen Antalya habe die Festnahme bestätigt, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin. Weitere Angaben zu den Festgenommenen machte sie zunächst nicht. Einen direkten Kontakt gab es demnach noch nicht.

Das Generalkonsulat in Izmir sei von nichtstaatlichen Stellen über die beiden Festnahmen informiert worden, sagte die Sprecherin weiter. Auf Anfrage des Konsulats habe die Flughafenpolizei neben der Festnahme auch "die alleinige deutsche Staatsangehörigkeit der beiden Festgenommenen" bestätigt. Ob es bei der Ein- oder Ausreise am Flughafen zu den Festnahmen kam, könne sie nicht sagen.

Zwölf Deutsche aus politischen Gründen in Haft

Aktuell sind demnach 55 deutsche Staatsangehörige in der Türkei in Haft, einschließlich der beiden neuen Festnahmen - zwölf davon aus politischen Gründen. Die Außenamts-Sprecherin und Regierungssprecher Steffen Seibert verwiesen darauf, dass der Welt-Korrespondent Deniz Yücel bereits 200 Tage in der Türkei in Haft sei. Die gesamte deutsche Bundesregierung sei nicht nur in diesen Tagen in Gedanken bei ihm.