Politik | Ausland
20.06.2017

Zentralafrika: Einigung auf Waffenruhe

Das Abkommen zwischen Regierung und Rebellen sieht eine politische Beteiligung und Eingliederung von Milizen vor.

Die Regierung in der Zentralafrikanischen Republik und die Rebellen im Land haben am Montag eine "sofortige Waffenruhe" vereinbart. Das Abkommen wurde nach fünftägigen Verhandlungen in Rom unterzeichnet. Darin heißt es: "Wir verpflichten uns zur unverzüglichen Implementierung einer landesweiten Waffenruhe durch die politisch-militärischen Gruppen, zu überwachen von der internationalen Gemeinschaft, als ein fundamentaler Schritt auf dem Weg zu einem endgültigen Frieden."

Den bewaffneten Gruppierungen wird in dem Abkommen im Gegenzug für ein Ende von Angriffen und Blockaden die Möglichkeit einer politischen Beteiligung zugesprochen. Ihre Mitglieder sollen in die Streitkräfte des Landes aufgenommen werden. "Die Regierung stellt sicher, dass die militärischen Gruppierungen auf allen Ebenen repräsentiert sind", heißt es in der Vereinbarung, in der sich die Unterzeichner zudem verpflichten, die Staatsgewalt im ganzen nationalen Territorium durchzusetzen.

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bei Massakern von konkurrierenden Milizen wurden in den vergangenen Jahren tausende Menschen getötet. Trotz eines fast drei Jahre währenden französischen Militäreinsatzes und der Präsenz von 12.500 UN-Soldaten befinden sich große Teile des Landes unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen.