Grossbritannien
06/05/2016

Vorsprung der Brexit-Gegner schrumpft

Im Kampf der verschiedenen Umfragen zeichnet sich jetzt wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

Knapp drei Wochen vor dem "Brexit"-Referendum ist der Umfrage-Vorsprung der Verfechter eines Verbleibs Großbritanniens in der Europäischen Union geschmolzen. Wie die jüngste Erhebung des Instituts Opinium ergab, wollen 43 Prozent der Briten am 23. Juni gegen einen EU-Austritt stimmen. 41 Prozent seien für den sogenannten Brexit.

Bei der letzten Erhebung des Instituts vor zwei Wochen lag das EU-Lager noch mit 44 zu 40 Prozent vorne. Allerdings änderte Opinium sein Verfahren, wie es am Samstag mitteilte. Ohne diese Änderung hätte es mit 43 Prozent eine Mehrheit für einen EU-Austritt gegeben. Die EU-Befürworter kamen demnach auf 40 Prozent.

Zuletzt kam es zu einem Meinungsumschwung im Vereinigten Königreich. Die Stimmung kippte zugunsten derer, die der EU den Rücken kehren wollen. In zwei am Dienstag veröffentlichten Umfrage sprach sich sogar die Mehrheit inzwischen für einen Austritt aus.

Lambsdorff: Brexit "nicht das Ende des Projekts Europa"

Der stellvertretende EU-Parlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff warnte allerdings vor übertriebenen Befürchtungen. Ein Brexit wäre nicht das Horrorszenario, zu dem es von manchen hochgespielt werde.

"Eine Europäische Union ohne das Vereinigte Königreich ist nicht das Ende des Projekts Europa", sagte der deutsche Liberale dem Deutschlandfunk. "Eine Europäische Union ohne Deutschland oder Frankreich ist vollständig unvorstellbar - eine Europäische Union ohne das (1973 beigetretene) Vereinigte Königreich, das hatten wir schon mal ganz am Anfang." Aber wie das Referendum auch ausgehe, es müsse zwangsläufig zu Veränderungen der EU-Verträge kommen.

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