„Es gab und gibt Überlegungen“: Voggenhuber vor Comeback?

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Europa
10/14/2013

Alt-Parlamentarier mit neuen Ambitionen

EU-Wahl im Mai. Gerüchte über EU-Wahlplattform vorerst aber nur „Sandkastenspiele“.

von Bernhard Gaul

Die Europawahl steht zwar erst in sechs Monaten auf der Agenda, doch die Spekulationen haben längst begonnen.

Schwung in die Debatte haben die Neos gebracht, sie wollen laut Parteichef Matthias Strolz den Rückenwind aus den Nationalratswahlen nützen und Ende Mai antreten. Sorgen bereitet das vor allem der ÖVP, und bizarrerweise nützt das vor allem Othmar Karas. Der in der Bundesparteizentrale äußerst ungeliebte Delegationsleiter der ÖVP im EU-Parlament kann sich nun sehr sicher sein, als Spitzenkandidat nominiert zu werden. Karas hatte bei der letzten Europawahl 113.000 Vorzugsstimmen, die die ÖVP gut brauchen kann.

Karas ist aber auch Sprecher des Bürgerforums Europa 2020, gemeinsam mit den ehemaligen EU-Abgeordneten Johannes Voggenhuber (Grüne) und Herbert Bösch (SPÖ). Die Plattform will „Europa aktiv mitgestalten“, und es mehren sich Gerüchte, dass aus der Bürgerplattform eine Wahlplattform werden könnte. „Sicher gab und gibt es immer wieder Überlegungen, gemeinsam bei der EU-Wahl anzutreten“, erzählt Voggenhuber. Derzeit seien das aber nur „Sandkastenspiele“, es sei zu früh, konkret darüber zu sprechen – selbst wenn er so einer Wahlplattform „große Chancen“ gebe.

Auch der 2009 von der SPÖ abgesägte Herbert Bösch bestätigt entsprechende Überlegungen: „Ja, wir haben darüber geredet.“ Bösch will Entscheidungen aber von den Entwicklungen in den kommenden Wochen abhängig machen.

Mit Sorgen blicken die Grünen Richtung EU-Wahl: Die Öko-Truppe ist in Alarmbereitschaft, weil sie fürchten muss – wie schon bei der Nationalratswahl – Stimmen an die Neos zu verlieren. Delegationschefin Ulrike Lunacek will erneut kandidieren, ihre Kollegin Eva Lichtenberger hat ihren nicht ganz freiwilligen Rückzug bereits bekannt gegeben. Wie berichtet, könnte dafür Ex-Parteichef Alexander Van der Bellen als EU-Spitzenkandidat reaktiviert werden.

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