Politik | Ausland
28.03.2017

Verfahren gegen Penelope Fillon

Utl.: Unter anderem der Beihilfe zur Hinterziehung von Staatsgeldern verdächtigt.

In der Affäre um Scheinbeschäftigung ist Justizkreisen zufolge auch ein Ermittlungsverfahren gegen die Ehefrau des französischen Präsidentschaftsbewerbers Francois Fillon eingeleitet worden. Penelope Fillon stehe im Verdacht, Hunderttausende Euro Steuergelder für eine Scheinbeschäftigung bei ihrem Mann kassiert zu haben, verlautete am Dienstag aus den Kreisen. Die gebürtige Britin war jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann und dessen Nachfolger in der Nationalversammlung angestellt gewesen. Ihr werde auch die Mittäterschaft bei der Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen.

Gegen Fillon selbst war bereits vor zwei Wochen ein Verfahren eröffnet worden. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, an seiner Kandidatur festhalten zu wollen. Der 63-Jährige galt einst als Favorit für die Präsidentenwahl, die in zwei Durchgängen im April und Mai stattfindet. Inzwischen gehen Umfragen davon aus, dass sich der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron in der Stichwahl gegen die rechte Politikerin Marine Le Pen durchsetzen wird.