Politik | Ausland
06.02.2018

USA warnen vor wachsenden Atomwaffenarsenalen

Arsenale in Nordkorea, Russland und China würden wachsen. UNO-Abrüstungskonferenz in Genf.

Die USA warnen vor wachsenden Atomwaffenarsenalen in Nordkorea, China und Russland. Nordkorea könne in wenigen Wochen in der Lage sein, die USA mit Raketen zu treffen, die mit Atomsprengköpfen bestückt seien, sagte der US-Botschafter bei der UNO-Abrüstungskonferenz in Genf, Robert Wood.

"Russland, China und Nordkorea stocken ihre Waffenarsenale auf", sagte Wood am Dienstag. "Sie geben Atomwaffen in ihren Sicherheitsstrategien mehr Gewicht, und in einigen Fällen betreiben sie die Entwicklung neuer atomarer Kapazitäten, um andere friedliche Nationen zu bedrohen." Nordkorea stelle eine unkalkulierbare Gefahr für die USA und ihre Partner dar. Das illegale Atomprogramm müsse vollständig, nachprüfbar und unwiderruflich gestoppt werden.

Nordkorea wies die Kritik zurück. Die USA versuchten, die Situation auf der koreanischen Halbinsel zu verschlechtern, indem sie große Atomwaffenarsenale in der Nähe errichteten, erklärte der nordkoreanische Vertreter in Genf, Ju Yong Chol. Das Arsenal diene dazu, einen Präventivschlag gegen Nordkorea zu führen. US-Vertreter hätten von einer atomaren Bedrohung durch Nordkorea gesprochen, um einen begrenzten Erstschlag gegen zu rechtfertigen.

Der UNO-Sicherheitsrat hat im Streit über das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas seit 2006 mehrfach Sanktionen gegen das weitgehend isolierte Land verhängt. Nach einer Reihe von Atomwaffen-und Raketentests hatten sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sowie zwischen Nordkorea und den USA verschärft. Auf dem Höhepunkt überzogen sich die USA und Nordkorea im vergangenen Jahr mit Drohungen und Kriegsrhetorik. Seit November hat Nordkorea keinen seiner Tests mehr abgehalten. Im Jänner nahmen Nord- und Südkorea erstmals seit zwei Jahren direkte Gespräche auf.