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USA
11/02/2012

"Sandy": Bloomberg für Obama

Ex-Republikaner Bloomberg schlägt sich nach dem Sturm auf die Seite des US-Präsidenten.

Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl erhält Barack Obama Schützenhilfe von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Der frühere Republikaner, der mittlerweile keiner Partei mehr angehört, sprach sich am Donnerstag für eine Wiederwahl des US-Präsidenten aus.

Grund sei Obamas Klimapolitik. "Unser Klima wandelt sich", schrieb der Bürgermeister in einem Meinungsartikel für den von ihm gegründeten Finanznachrichtenanbieter Bloomberg. Extreme Wetterlagen könnten die Folge sein. Daher müsse sofort gehandelt werden. Er verwies dabei auf die massiven Schäden, die der Sturm "Sandy" entlang der US-Ostküste angerichtet hatte. Manche Gegenden in New York sähen aus wie London oder Dresden nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg, beschrieb Bürgermeister Michael Bloomberg seine Stadt.

Bloomberg für Obama

Obama habe wichtige Schritte unternommen, während sein Herausforderer Mitt Romney von früheren Positionen zur Bekämpfung des Klimawandels abgerückt sei, stellte Bloomberg fest. Bloomberg äußerte aber auch Kritik. Während seiner Präsidentschaft habe Obama sich demnach nicht genügend um eine Koalition der Mitte bemüht. Damit sei jede Hoffnung auf echten Fortschritt beim Problem illegaler Waffen, Einwanderung, einer Steuerreform, der Schaffung von Arbeitsplätzen oder der Reduzierung des Haushaltsdefizits zum Scheitern verurteilt gewesen. Die vergangenen vier Jahre seien enttäuschend gewesen. Obama bedankte sich dennoch für die Wahlempfehlung.

Rund 100 Todesopfer

An der US-Ostküste ist die Zahl der Todesopfer des Hurrikans "Sandy" weiter gestiegen. Bis Donnerstag wurden nach offiziellen Angaben 98 Leichen geborgen, darunter 40 in New York. Allein im Stadtteil Staten Island, der am Montag von einer Flutwelle überrollt worden war, kamen 20 Menschen ums Leben. Heimatschutzministerin Janet Napolitano wollte Staten Island am Freitag besuchen.

Dort sind Klagen von Bewohnern laut geworden, der gegenüber Manhattan liegende Bezirk sei von der Politik vergessen worden. Bilder aufgebrachter Bürger könnten kurz vor den Wahlen am Dienstag die Pläne der Politiker durchkreuzen.

In den weiterhin von der Stromversorgung abgeschnittenen Vierteln New Yorks wurde zudem eine fehlende Polizeipräsenz kritisiert. Bewohner äußerten sich besorgt über die Sicherheit auf den Straßen und in den U-Bahnen. Auf den Straßen Manhattans patrouillierten Mitglieder der Guardian Angels, einer Freiwilligentruppe, die sich den Kampf gegen die Kriminalität zum Ziel gesetzt hat.

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