Politik | Ausland
23.01.2012

USA: Jemens Saleh darf einreisen

Der scheidende jemenitische Staatschef darf für die Dauer einer medizinischen Behandlung in den USA bleiben.

Die US-Regierung hat bestätigt, dem scheidenden jemenitischen Staatschef Ali Abdallah Saleh eine Einreise in die USA zur medizinischen Behandlung gewährt zu haben. Es werde aber "erwartet", dass Saleh nur eine "begrenzte Zeit" in den USA bleibe, und zwar für die Dauer der Behandlung, erklärte das US-Außenministerium am Sonntag. Saleh hatte zuvor erklärt, in die USA zu reisen. Er reiste zunächst in das Nachbarland Oman, wo er vor einer Weiterreise in die USA zunächst einige Tage verbringen dürfte.

Machtverzicht

Saleh war bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast im Juni vergangenen Jahres schwer verletzt und zunächst zu Behandlungen nach Saudi-Arabien gebracht worden. Er benötigt nun weitere medizinische Betreuung. Saleh hatte im November nach monatelangen Protesten mit hunderten Todesopfern ein vom Golfkooperationsrat ausgehandeltes Abkommen zum Machtverzicht unterzeichnet. Bedingung für seinen Rückzug von der Macht war die Zusicherung von Straffreiheit. Das jemenitische Parlament gewährte ihm absolute Immunität.