Chinas Staatschef Xi will mit Trump zusammenarbei­ten

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Foto: APA/AFP/JIM WATSON Xi Jinping mit Donald Trump

Donald Trump hat eine Einladung von Xi Jinping nach China angenommen.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping will die Kooperation mit US-Präsident Donald Trump vertiefen. Nach dem ersten Tag seiner Gespräche in Mar-a-Lago in Florida sagte der chinesische Präsident nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag, er sei bereit, mit Trump zusammenzuarbeiten, um das Verhältnis "von einem neuen Ausgangspunkt" voranzubringen.

"Es gibt tausend Gründe, dass die chinesisch-amerikanischen Beziehungen funktionieren, aber keinen, sie auseinanderzubrechen."

Trump habe eine Einladung nach China angenommen und hoffe, zu einem frühen Zeitpunkt zu kommen, berichtete Xinhua. Xi Jinping habe ihn zu einem Staatsbesuch in diesem Jahr eingeladen.

Die Konflikte um Handelsungleichgewichte und den richtigen Umgang mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm dominierten das erste Aufeinandertreffen der beiden Staatsmänner.

"Wir haben eine Freundschaft entwickelt", sagte Trump zu Beginn der zweitägigen Gespräche am Donnerstagabend. Allerdings sei es noch nicht zu Ergebnissen gekommen. "Auf lange Sicht werden wir ein sehr großartiges Verhältnis pflegen."

Trump hat das Ziel ausgegeben, das riesige US-Handelsdefizit gerade gegenüber Ländern wie China, Deutschland, und Japan abzubauen. Xi sagte laut Xinhua, China und die USA sollte heikle Themen angemessen angehen und Streitfragen konstruktiv lösen. Beide Seiten sollten Gespräche über bilaterale Investitionsabkommen vorantreiben.

Vor der Zusammenkunft der Staatschefs der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida gab es Sorgen, es könne zu einem Handelskrieg kommen. Xi hatte gewarnt, ein solcher Konflikt kenne keine Gewinner. Trump wirft als bekennender Globalisierungsgegner seinerseits der Volksrepublik vor, den Kurs ihrer Währung künstlich niedrig zu halten und sich damit Vorteile im Exportgeschäft zu verschaffen. Xinhua meldete unter Berufung auf Regierungskreise, Trump habe die Einladung Xis für einen Gegenbesuch in China angenommen.

(apa / and) Erstellt am
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