Politik | Ausland 04.04.2012

US-Vorwahlen: Romney baut Vorsprung aus

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Der Republikaner hat in drei Bundesstaaten gewonnen und mehr als die Hälfte der benötigten Delegierten sicher. Santorum ist fast chancenlos.

Dem US-Republikaner Mitt Romney scheint die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner schon so gut wie sicher zu sein: Wie der TV-Sender CNN nach Hochrechnungen berichtete, gewann der Ex-Gouverneur von Massachusetts am Dienstag drei Vorwahlen. Er setzte sich in den Bundesstaaten Wisconsin und Maryland sowie in der Hauptstadt Washington DC gegen seinen erzkonservativer Widersacher Rick Santorum durch.

Damit hat Romney dem Nachrichtensender zufolge nun mehr als die Hälfte der für die Nominierung auf dem Parteitag Ende August benötigten Delegiertenstimmen sicher.

Ergebnisse

Mitt Romney hat drei Vorwahlen für sich entschieden.
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In Maryland erreichte Romney Teilergebnissen zufolge 50 Prozent der Stimmen, Santorum kam nur auf 29 Prozent. In Washington steuerte der Ex-Gouverneur mit 68 Prozent sogar auf einen noch deutlicheren Erfolg zu. Anders als in Maryland und Washington, wo eher moderate Republikaner zuhause sind, hatte sich Santorum in Wisconsin dagegen durchaus Chancen ausgerechnet. Hochrechnungen mehrerer US-Sender zufolge fuhr Romney aber auch in dem Bundesstaat im Mittleren Westen einen Sieg ein.

Insgesamt hatten die drei Vorwahl-Staaten am Dienstag 98 Delegierte zu vergeben. Um auf dem Nominierungsparteitag in Tampa in Florida ungefährdet zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama gekürt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen.

Konkurrenten wollen nicht aufgeben

Rick Santorum kann eigentlich nur mehr auf eine Kampfkandidatur hoffen.
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Santorum wird keine realistische Möglichkeit mehr eingeräumt, selbst diese Schwelle zu erreichen. Allerdings setzt er darauf, dass Romney die nötige Delegiertenzahl ebenfalls verfehlt. In diesem Fall könnte es auf dem Parteitag im Spätsommer zu einer Kampfkandidatur kommen. Auch der abgeschlagene frühere Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, spekuliert auf einen umkämpften Parteitag und hat erklärt, bis zum Ende im Rennen bleiben zu wollen.

Erstellt am 04.04.2012