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Politik Ausland
05/01/2012

US-Vorwahlen: Gingrich will aufgeben

Der Republikaner sprach keine Wahlempfehlung für Romney aus, dafür forderte er seine Unterstützer auf einen Sieg Obamas zu verhindern.

Newt Gingrich will im Rennen um die Präsidentschaftsnominierung der US-Republikaner aufgeben. Er werde am Mittwoch das Ende seiner Kampagne bekanntgeben, kündigte der konservative Politiker am Dienstag in einer Videobotschaft an seine Unterstützer an. Mit seinem Abgang, der sich nach einer Serie von Vorwahlniederlagen abzeichnete, ist sein Parteikollege Mitt Romney der einzige ernsthafte Gegenkandidat zu Barack Obama um das Weiße Haus.

Gingrich sprach zunächst keine Wahlempfehlung für Romney aus. Er sagte allerdings, seine Unterstützer hätten die "Pflicht, alles zu tun, um Barack Obama zu besiegen". Dessen Wiederwahl wäre eine "echte Katastrophe" für die USA. Gingrich, der Sprecher des US-Repräsentatenhauses in den 1990er Jahren war, gilt als Schwergewicht der Republikaner und konnte die parteiinternen Vorwahlen in zwei US-Staaten für sich entscheiden.

Seine Gegner schafften es allerdings im Wahlkampf, seine Affären während seiner politischen Karriere sowie seine Zeit als Lobbyist für Wall-Street-Firmen zum Thema zu machen, und ihn damit aus dem Rennen zu drängen. Spöttische Kommentare erntete Gingrich auch, als er sich bei Wahlreden für die Errichtung einer US-Mondbasis aussprach. Die Unterstützung Gingrichs könnte für Romney, dem mangelnde Unterstützung der konservativen Basis der Republikaner nachgesagt wird, entscheidend sein. Im Austausch könnte Romney als Präsident Gingrich mit Ministerposten oder hohen Staatsämtern belohnen.

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