Trump widerspricht Einigung bei "Dreamers"

Donald Trump
Foto: AP/Evan Vucci Donald Trump

Es gibt keinen Deal mit dem Demokraten, um junge undokumentierte Migranten vor der Abschiebung zu schützen, sagt der US-Präsident.

Ein Gespräch zwischen führenden US-Demokraten und US-Präsident Donald Trump über den Schutz junger Migranten sollte offenbar zu einer Annäherung geführt haben. Die führenden Demokraten im Senat und Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, erklärten, ein Arbeitsessen mit Trump sei "sehr produktiv" gewesen.

Der US-Präsident sieht es wohl anders und twitterte: "Es gab letzte Nacht keinen Deal über DACA (Schutzprogramm für junge Migranten, Anm.)". Um einen Konsens zu erreichen, müsse man sich zunächst auf einen "massiven Grenzschutz" einigen. "Das wäre Gegenstand einer Abstimmung."

Schumer und Pelosi erklärten allerdings zuvor, dass der Mauerbau zu Mexiko aus den Gesprächen ausgeschlossen wurde. Das Programm DACA hatte Hunderttausenden jungen Menschen, die als Kinder mit ihren Eltern illegal in die USA eingewandert waren, einen vorläufigen Schutzstatus gegeben. Es bewahrte sie vor der Ausweisung. Die jungen Menschen erhielten außerdem eine Arbeitserlaubnis.

Trump hatte sich vor einer Woche dazu entschieden, das Programm zu beenden. Allerdings räumte er dafür eine Frist von sechs Monaten ein. Er forderte den Kongress auf, während dieser Zeit eine Neuregelung zu finden.
 

(KURIER / jk) Erstellt am
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