Politik | Ausland
25.04.2017

US-Außenministerium wirbt für Trump-Anwesen

Der Eintrag auf der Seite des Außenministeriums wurde bereits wieder entfernt.

"Winter White House" nennt es Donald Trump. Nicht weil Mar-a-Lago, sein Anwesen in Florida, ein offizieller Amtssitz des Präsidenten wäre, sondern weil er so viel Zeit dort verbringt. 25 seiner nicht einmal noch hundert Tage im Amt hat er dort verbracht, unter anderem den japanischen Premier Shinzo Abe und den chinesischen Präsidenten Xi Jinping dort getroffen. Es ist aber kein offizieller Amtssitz, Trump nutzt sein Anwesen einfach nur als wäre er ein solcher. Das hat bereits zuvor für Kritik gesorgt, weil die regelmässigen Reisen Millionen Dollar Steuergeld kosten.

Auf seiner Webseite hat das US-Außenministerium nun Werbung für Mar-a-Lago gemacht, also das private Anwesen von Donald Trump, das laut des Eintrags "im Herzen von Palm Beach" gelegen ist. Mit seinen Besuchen würde Trump "verspätet den Traum seines ursprünglichen Besitzers und Designers" erfüllen. Seit Trump Präsident ist, ist auch der Wert seines Anwesens gestiegen, die Einschreibegebühr wurde von 100.000 bis 200.000 Dollar erhöht. Dafür haben Besucher die Chance, den amtierenden US-Präsidenten dort regelmässig anzutreffen.

Die Frage, ob Trump sein Amt von seinem Firmenimperium trennen kann, beschäftigt Trump-Kritiker seit langem, sie sehen in dem Post des US-Außenministeriums sogar einen Rechtsbruch. Der Post wurde mittlerweile entfernt, "die Intention war lediglich, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wo der Präsident seine Staatsgäste empfängt", heißt es in einem Statement des Außenministeriums.