Politik | Ausland
26.02.2018

UNO-Menschenrechtsrat: Van der Bellen wirbt für Österreich

Österreich könnte einen "wesentlichen Beitrag" zum Schutz der Menschenrechte leiten, sagt der Bundespräsident. Er ruft außerdem zur Beendigung der Kampfhandlungen in Syrien auf.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Montag vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf für die Kandidatur Österreichs geworben. Er sei davon überzeugt, dass sein Land "einen wesentlichen Beitrag zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte leisten" könne, betonte Van der Bellen in seiner Rede. Bei einer Aufnahme in den Rat (2019 bis 2021) wolle Österreich versuchen, Brücken zu bauen.

70 Jahre nach der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" und 25 Jahre nach der "Erklärung von Wien" zog Van der Bellen Bilanz, habe man in Österreich "eine Architektur der Förderung zum Schutz der Menschenrechte etabliert".

Syrien-Opfer "machen uns sprachlos"

Auch unterstützte Van der Bellen in seiner Rede den Aufruf von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, die Kampfhandlungen in Syrien "unverzüglich" zu beenden. "Die Attacken auf die Zivilbevölkerung in Syrien, und im Besonderen in Ost-Ghouta, machen uns sprachlos", sagte der Bundespräsident, der sich der Forderung nach einem humanitären Zugang und der Achtung des Völkerrechts in dem Bürgerkriegsland anschloss.

Der Menschenrechtsrat hat 47 Mitglieder, die von der UNO-Vollversammlung für je drei Jahre gewählt werden. Zuletzt war Österreich von 2011 bis 2014 dort vertreten.