Politik | Ausland
27.07.2017

Türkei: 17 Ausländer bei Razzien gegen IS festgenommen

Die türkische Regierung macht den IS für zahlreiche Attentate im Land verantwortlich.

Bei Razzien gegen mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat die türkische Polizei 17 Ausländer festgenommen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete am Donnerstag, insgesamt seien 23 Verdächtige bei Durchsuchungen in Istanbul festgenommen worden. Die Polizei habe Dokumente und digitales Material beschlagnahmt.

Welche Staatsbürgerschaft die festgenommene Ausländer haben, war zunächst unklar. Die türkische Regierung macht den IS für zahlreiche Attentate im Land verantwortlich. Zuletzt hatte der IS sich zu einem Anschlag auf den Club Reina in Istanbul in der Silvesternacht bekannt. Damals wurden 39 Menschen getötet.

Hälfte von IS-Hochburg Raqqa eingenommen´

In Syrien haben die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben nach eigenen Angaben rund die Hälfte der IS-Hochburg Raqqa (Al-Rakka) in Syrien von den Jihadisten eingenommen. Einer der wichtigsten Plätze in der Stadt sei unter Beschuss, sagte ein Sprecher der von Kurden geführten Allianz am Donnerstag. Die Allianz wird im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) von den USA unterstützt.

Die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" bestätigte die Angaben. Trotz heftiger Gegenwehr durch die Islamisten komme der Vormarsch der Syrischen Kräfte voran, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel-Rahman. Anfang Juni waren die SDF in das Stadtgebiet von Raqqa vorgedrungen. Anfang diesen Monats gelang der Vormarsch in die Altstadt.

Raqqa ist die Hochburg des IS in Syrien und gilt als De-facto-Hauptstadt der Terrormiliz. Sie wurde 2014 vom IS eingenommen. Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass bis zu 50.000 Menschen in der Stadt eingeschlossen sind.