FILE-In this May 9, 2013 file photo, Czech President Milos Zeman scratches his head during a ceremonial movement of the Czech Crown Jewels for a rare showing to the public from the Crown Jewels chamber in the St. Vitus Cathedral to the Vladislav Hall at the Prague Castle. The Crown of Saint Wenceslas is seen in front. Was he or wasnít he? The video footage shows the new Czech president clearly worse for wear, propping himself up against a wall at a public event, struggling to negotiate a step and being aided by a cardinal. Milos Zeman makes no secret of his drinking. But on this occasion _ a rare and highly-ceremonial public display of the Czech crown jewels last week _ his office insisted he simply had a virus and subsequently needed a day or two of rest. (AP Photo/CTK, Michal Kamaryt) SLOVAKIA OUT

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Politik | Ausland
10/09/2015

Zeman: Flüchtlinge haben zu wenig Mut

Tschechiens Präsident ist der Meinung, dass junge Leute ihre Familien in Kriegsgebieten zurückgelassen haben.

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman hat Flüchtlingen mangelnden Mut vorgeworfen. Die meisten Flüchtlinge seien gut situierte, mit Smartphones ausgestattete junge Leute, die ihre Familien in den Kriegsgebieten zurückgelassen hätten und "dies zeugt nicht von Mut", sagte Zeman nach Angaben der ungarischen Internet-Zeitung index.hu am Freitag zum Abschluss des Visegrad-Gipfeltreffens.

Zeman und seine Amtskollegen Janos Ader (Ungarn), Andrzej Duda (Polen) und Andrek Kiska (Slowakei) berieten ungarischen im Plattensee-Ort Balatonfüred über die Flüchtlingskrise. Sie sagten übereinstimmend, dass die EU sich derzeit als unfähig zeige, ihre Grenzen vor Flüchtlingen zu schützen und forderten Brüssel zu entschlossenerem Handeln auf. Sondergast bei dem turnusmäßigen Treffen war Kolinda Grabar-Kitarovic, die Präsidentin des besonders von der Flüchtlingskrise betroffenen Kroatien.

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Die seit 1991 bestehende Visegrad-Gruppe, zu der Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei gehören, ist ein loser Gesprächskreis. In der Flüchtlingskrise gab es zuletzt innerhalb der Gruppe Uneinigkeit zu EU-Verteilungsquoten der Flüchtlinge: Ungarn, Tschechien und die Slowakei stimmten dagegen - Polen hingegen dafür.