Donald Trump beim Besuch des Wings Over the Rockies Air and Space Museum in Denver.

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USA
08/04/2016

Trump: "Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?"

Laut Medienbericht denkt der republikanische Kandidat über den Einsatz der US- Atomwaffen nach.

Laut einem Bericht des amerikanischen Senders MSNBC hat sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump bei seinen außenpolitischen Beratern nach einem möglichen Einsatz von Atomwaffen erkundigt.

So soll er seine Berater während einer Unterredung innerhalb einer Stunde gleich dreimal gefragt haben "Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?"

Wer die außenpolitischen Berater Trumps sind, ist nicht bekannt - auf Anfrage des US-Senders zu dieser Unterredung kam von Donlad Trumps Team keine Antwort.

Die Kontrolle des US-Atomwaffenarsenals durch jemanden wie Donald Trump löst bei vielen in den USA (aber nicht nur dort) Unbehagen aus. Wenig überraschend hat auch schon Trumps Konkurrentin Hillary Clinton dazu Stellung bezogen: "Einen Mann, den man mit einem Tweet reizen kann, kann man unmöglich unser Atomwaffenarsenal anvertrauen", sagte Clinton.

In der Vergangenheit hatte Trump schon vorgeschlagen, den Krieg in Syrien gegen den IS mit Hilfe von Atomwaffen zu beenden. Weiters schlug er auch vor, Japan, Süd-Korea und Saudi-Arabien mit Atomwaffen auszustatten.

Grundsätzlich entscheidet in den USA die National Command Authority, gebildet vom US-Präsidenten und dem Verteidigungsminister, über den Einsatz der Nuklearwaffen. Jeder der beiden muss unahbhängig vom anderen für den Einsatz der Atomwaffen stimmen.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums verfügte das US-Atomwaffenarsenal 2015 über 4760 Sprengköpfe – 2080 davon sind einsatzbereit, 2680 als „Reserve“ gelagert. Circa 2370 Sprengköpfe sind zur Abrüstung markiert, aber noch intakt. Damit verfügen die USA eigentlich über 7100 Atomsprengköpfe.

Eastwood für Trump

Unterstützung bekommt Trump derweil von US-Schauspieler-Legende Clint Eastwood (86). Er empfinde die Wahl als "schwierig", würde sich aber gegen Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton entscheiden, "weil sie erklärt hat, dass sie in Obamas Fußstapfen treten wird", sagte Eastwood dem Männermagazin "Esquire".

Trump habe zwar "viele dumme Dinge" gesagt, das sei auf demokratischer Seite jedoch genauso passiert. Auch die allgemeine Aufregung über als rassistisch empfundene Aussagen Trumps nimmt der "Million Dollar Baby"-Star nicht sehr ernst: "Kommt verdammt noch mal darüber hinweg."

Eastwood ist einer der wenigen hochrangigen US-Stars, die sich bisher öffentlich für Trump ausgesprochen haben. Erst in der vergangenen Woche hatten Prominente wie Jennifer Lopez, Kelly Clarkson und Julia Louis-Dreyfus mit dem Hashtag #ImWithHer (etwa: "Ich bin auf ihrer Seite") ihre Freude über Clintons Nominierung zur demokratischen Präsidentschaftskandidatin auf Twitter ausgedrückt.

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