Politik | Ausland
02.11.2017

Trump: US-Justiz ist "Witz und Lachnummer"

"Wir müssen viel härter werden", fodert der US-Präsident fordert nach dem Anschlag in New York.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlag in New York die Justiz seines Landes scharf kritisiert. "Wir brauchen eine schnelle Justiz, und wir brauchen eine starke Justiz - viel schneller und viel stärker, als sie jetzt ist", sagte Trump in einer Kabinettssitzung am Mittwoch (Ortszeit).

"Denn was wir jetzt haben, ist ein Witz und eine Lachnummer. Es ist kein Wunder, dass so viel von diesem Zeug passiert." Zuvor sagte er: "Wir müssen viel härter werden. Wir müssen viel schlauer werden. Und wir müssen viel weniger politisch korrekt werden."

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte gegen den mutmaßlichen Täter des Anschlags mit acht Toten Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt. Ihm werden Unterstützung der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, wie Staatsanwalt Joon Kim sagte.

Trump fordert Todesstrafe

Trump mischte sich in die juristische Aufarbeitung ein, indem er twitterte: "Er hat acht Menschen getötet und 12 schwer verletzt. ER SOLLTE DIE TODESSTRAFE BEKOMMEN!" Der Mann hatte mit seinem Pick-up Radfahrer und Fußgänger im Süden Manhattans gerammt und überfahren.

Von IS-Videos inspiriert

Saipov hat auch zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen. In einem Sackerl am Tatort hätten Ermittler demnach Handys entdeckt, auf denen Tausende Fotos im Zusammenhang mit dem IS gespeichert waren. Zudem fanden Ermittler darauf rund 90 Videos, die IS-Kämpfer zeigen, wie sie Gefangene mit Panzern überfahren, sie köpfen und ihnen ins Gesicht schießen. Zudem seien am Tatort auf Arabisch verfasste Notizen gefunden worden, die an den IS erinnerten.

Bei dem Attentat waren am Dienstag acht Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Vize-Polizeichef John Miller hatte gesagt, offenbar habe S. "Anleitungen des IS fast auf den Punkt genau befolgt". US-Präsident Donald Trump hatte den IS bereits für die Tat verantwortlich gemacht und verschärfte Sicherheitsüberprüfungen angeordnet.

Trump will Green-Card-System überdenken

Der Angeklagte lebt seit 2010 in den USA und kam über die Green-Card-Verlosung ins Land. US-Präsident Donald Trump will deswegen diese Verlosung von dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen beenden und durch ein leistungsbasiertes Einwanderungssystem mit intensiver Personenüberprüfung ersetzen.

Nach dem tödlichen Anschlag in New York erhoffen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse von der Vernehmung eines usbekischen Landsmanns des mutmaßlichen Attentäters. Der 32-Jährige sei bereits kurz nach Veröffentlichung eines Fahndungsplakats aufgespürt worden, teilte die Bundespolizei FBI am Mittwoch mit. Der Mann war zur Befragung gesucht worden. Einzelheiten nannte das FBI zunächst nicht. In Ermittlerkreisen hieß es, er habe wie auch eine weitere Person in Kontakt mit dem 29-jährigen Täter gestanden.

Attacken und Attentate in den USA

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