"Es ist vollkommen unangemessen, es eine Krankheit zu nennen"

© REUTERS/YANNIS BEHRAKIS

Neuregelgung
06/01/2016

Transgender nicht mehr "geisteskrank" in Dänemark

Neuregelung soll am 1. Jänner in Kraft treten

Dänemark wird im kommenden Jahr die offizielle Einstufung von Transgender-Personen als geisteskrank abschaffen. Dies entschied der Gesundheitsausschuss des Parlaments am Dienstag in Kopenhagen. "Es ist vollkommen unangemessen, es eine Krankheit zu nennen", sagte der Vizevorsitzende des Ausschusses, Flemming Moller Mortensen, der Nachrichtenagentur AFP.

Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden. Mit dem Schritt, der am 1. Jänner in Kraft treten soll, will Dänemark auch die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Umdenken zwingen. Diese stuft Transgender ebenfalls als geisteskrank ein und will erst später in diesem Jahr über eine Änderung beraten.

Amnesty: Dänemark als Vorbild

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) begrüßte die dänische Entscheidung. Damit werde das Land zu einem Vorbild für die Rechte von Transgender.

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