Politik | Ausland
05.01.2018

Tillerson: Trumps geistige Fitness nie infrage gestellt

Der US-Außenminister reagiert auf das am Freitag veröffentlichte Enthüllungsbuch "Fire and Fury".

US-Außenminister Rex Tillerson hat nach eigenen Angaben die geistige Fitness von Präsident Donald Trump "nie infrage gestellt". Er habe keinen Grund dazu, sagte Tillerson am Freitag in einem Interview des Senders CNN.

Er äußerte sich damit zu dem neuen Buch "Fire and Fury", in dem Autor Michael Wolff unter anderem schreibt, dass jeder in Trumps Umgebung im Weißen Haus den Präsidenten für amtsunfähig halte und er sich wie ein Kind verhalte.

Tillerson wandte sich auch gegen die Charakterisierung in dem Buch, dass Trumps Konzentrationsfähigkeit begrenzt sei und er deshalb manchmal Treffen mit ausländischen Spitzenpolitikern vorzeitig verlasse. So einen Schritt des Präsidenten habe er nie erlebt, sagte Tillerson. Und bei Beratungen über schwierige Themen wie Nordkorea und Afghanistan sei der Präsident "sehr abwägend gewesen, er hat den Argumenten zugehört und Gegenargumente vorgebracht, so wie er es auch sollte (...). Und am Ende trifft er eine Entscheidung (...). Ich kann Ihnen sagen, dass er in allen größeren politischen Bereichen die richtige Entscheidung gefällt hat."

Nach früheren Medienberichten soll Tillerson allerdings Trump selber als "Schwachkopf" bezeichnet haben, was er seinerzeit nie direkt dementiert hatte. In der jüngsten Vergangenheit waren auch vor diesem Hintergrund wiederholt Spekulationen aufgetaucht, nach denen sich Trump von Tillerson trennen oder dieser selber seinen Posten an den Nagel hängen wolle. "Ich freue mich auf ein sehr, sehr erfolgreiches Jahr 2018", sagte Tillerson nun in dem Interview. Auf die Frage, ob er denn auch Gelegenheit haben werde, das zu genießen, antwortete er: "Ich habe vor, das ganze Jahr über zu bleiben."