ARCHIV - Springerstiefel eines Teilnehmers einer Demonstration der rechten Szene, aufgenommen in Dortmund (Archivfoto vom 21.10.2000). Die Polizei ist am Dienstag (07.09.2010)in neun Bundesländern gegen gegen die neonazistische «Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.» (HNG) vorgegangen. Dabei wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums in Berlin rund 30 Wohnungen von Funktionären, Mitgliedern und Anhängern durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Foto: Bernd Thissen dpa (zu dpa 4108 vom 07.09.2010) +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Bernd Thissen

Terror-Verdacht
07/17/2013

Razzien gegen Neonazi-Zellen in drei Ländern

Die mutmaßlichen Neonazis wurden in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz gesucht - sie wollten das politische System in Deutschland "beseitigen".

Sie hatten angeblich vor, das politische System in Deutschland zu stürzen: In drei Ländern werden derzeit Razzien gegen mutmaßliche Neonazis durchgeführt - wegen des Verdachts der Gründung eines rechtsextremen "Werwolf-Kommandos" werden seit Mittwochmorgen Wohnungen und Geschäftsräume von vier Beschuldigten in Norddeutschland, den Niederlanden und der Schweiz durchsucht. Zudem gebe es Razzien in Gefängniszellen von zwei Beschuldigten in der Schweiz, teilte die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe (Baden-Württemberg) mit.

Bombenanschläge geplant

Festgenommen wurde nach Angaben der obersten deutschen Anklagebehörde niemand; der Spiegel berichtet von Festnahmen im Vorfeld. Das deutsche Magazin berichtet ebenso, dass die Verdächtigen Bombenanschläge erwogen hätten. Als Vorbild soll ihnen die "Werwolf"-Taktik der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg gedient haben - kurz vor dem Zusammenbruch des NS-Regimes hat man so Guerilla-Einheiten in den Kampf schicken wollen.

Ziel der rechtsextremistischen Vereinigung soll es gewesen sein, das "politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen", so die Bundesanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten zu diesem Zweck terroristische Gewalttaten verüben wollten.

In Deutschland sind unter der Leitung der Bundesanwaltschaft an dem Einsatz rund 50 Polizeibeamte des Bundeskriminalamts und der Landeskriminalämter Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Die Durchsuchungen in den Niederlanden und der Schweiz werden im Wege der Rechtshilfe von den dortigen Behörden vorgenommen. Ziel ist es, Beweise für mögliche Anschlagspläne und Vorbereitungen zu bekommen.

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