© REUTERS/JORGE CABRERA

Honduras
07/18/2015

Demonstranten fordern Rücktritt des Präsidenten

Tausende Menschen protestieren in Hauptstadt Tegucigalpa wegen einer Korruptionsaffäre.

In Honduras sind erneut tausende Gegner von Präsident Juan Orlando Hernandez auf die Straße gegangen. Bei zwei Protestzügen zum Präsidentenpalast in der Hauptstadt Tegucigalpa forderten die Demonstranten am Freitag den Rücktritt des Staatschefs. "Hau ab, J.O.H.", skandierte die Menge.

Viele Demonstranten hatten Fackeln dabei, andere hielten Plakate mit einem Bild des Staatschefs in Sträflingskleidung hoch. Hernandez steht wegen eines Korruptionsskandals stark unter Druck. Die Proteste gegen ihn dauern bereits seit zwei Monaten an.

Wöchentliche Proteste

Hernandez hatte im Juni eingeräumt, dass seine konservative Nationalpartei Geld angenommen hat, das bei der Sozialbehörde veruntreut wurde. Er bestritt aber eine Verwicklung in die Affäre. Die Höhe der veruntreuten Summe bezifferte Hernandez auf lediglich etwa 136.000 Dollar (124.895Euro). Nach Angaben von Oppositionspolitikern sollen jedoch insgesamt mehr als 300 Millionen Dollar von der Sozialbehörde gestohlen worden sein. Hernandez soll davon 90 Millionen Dollar bekommen und 2013 für seinen Wahlkampf verwendet haben.

Der Skandal löste in Honduras eine Protestwelle aus, die sich auch gegen Hernandez richtet. Jede Woche gehen tausende Menschen auf die Straße, um für seinen Rücktritt und die Einsetzung einer internationalen Anti-Korruptionskommission zu demonstrieren. Etwa ein Dutzend Regierungsgegner trat in der Nähe des Präsidentenpalastes in einen Hungerstreik.

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