© Al-Arabiya Screenshot

Politik Ausland
08/06/2012

Syriens Rebellen präsentieren Geiseln im TV

48 iranische Pilger festgenommen - unter ihnen sollen auch Mitglieder der Revolutionsgarden sein.

Der blutige Konflikt in Syrien wird immer mehr zum Pulverfass für die gesamte Region. Eine islamistische Aufständischen-Gruppe entführte am Samstag in Damaskus 48 Iraner, denen sie unterstellt, zumindest teilweise den Revolutionsgarden, Eliteeinheiten der iranischen Führung, anzugehören. Ein Video, das der saudische Nachrichtensender Al-Arabiya am Sonntag ausstrahlte, zeigt einen Teil der Entführten in der Gewalt der sogenannten Al-Baraa-Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA). In der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo halten die Kämpfe unterdessen an.

In dem Video zeigt der Kommandant der Einheit, Abdel Nasser al-Shumair, ausweisähnliche Dokumente in die Kamera, die die Zugehörigkeit der Entführten zu den Revolutionsgarden beweisen sollen. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. "Wir observieren die Iraner seit Monaten, seitdem wir von ihnen Kenntnis erlangt haben", sagte Shumair.

Iranische Medien hatten bereits am Samstag von der Geiselnahme berichtet, jedoch von Pilgern gesprochen, die entführt worden waren, als sie sich in einem Bus auf dem Weg zum Flughafen befanden. Am Sonntag erklärten dieselben Medien, der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi habe seine Amtskollegen in der Türkei und Katar um Hilfe gebeten. Nach iranischen Angaben hielten sich die Entführten in Syrien auf, um dort das Grabmal von Zaynab, der Tochter des Imam Ali - eine der wichtigsten Pilgerstädten der Schiiten - zu besuchen.

Saudischer König lud Ahmadinejad zu Islam-Gipfel ein

Der Syrien-Konflikt wird auch Thema bei einem Gipfel der islamischen Staaten Mitte August in Mekka sein. Der saudische König Abdullah II. hat dazu auch den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad eingeladen. Die entsprechende Note sei vom saudi-arabischen Botschafter in der Präsidentschaftskanzlei in Teheran übergeben worden, berichtete die Tageszeitung Arab News am Sonntag auf ihrer Webseite.

Das Verhältnis zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ist u.a. wegen der Gewalteskalation in Syrien schwer belastet. Der Iran unterstützt das Regime in Damaskus, Saudi-Arabien die bewaffneten Aufständischen.

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