A Syrian rebel plays football in the Saif al-Dawlah neighborhood of Aleppo, Syria, Wednesday, Jan. 2, 2013. The United Nations estimated Wednesday that more than 60,000 people have been killed in Syria's 21-month-old uprising against authoritarian rule, a toll one-third higher than what anti-regime activists had counted. The U.N. human rights chief called the toll "truly shocking." (Foto:Andoni Lubacki/AP/dapd)

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Syrien
01/03/2013

Teheran und Moskau leisten Assad Beistand

Der Iran schickt Raketen – und Moskau bringt sich gegen die Türkei in Stellung.

von Stefan Schocher

Im Konflikt um Syrien mehren sich die Anzeichen einer totalen Verhärtung der Fronten – und zwar auf geopolitischer Ebene. Dass dieser Bürgerkrieg längst nicht nur eine interne Angelegenheit ist, ist spätestens seit dem Scheitern aller Bemühungen, im UN-Sicherheitsrat eine gemeinsame Linie zu finden, klar. Da stehen die westlichen Nationen und Russland sowie China unvereinbar gegenüber. Während lokale Mächte wie Saudi-Arabien oder Katar, die die Rebellen unterstützen, in Syrien das Spiel bestimmen.

Auf der anderen Seite sind es Moskau und vor allem der Iran, die Assad immer aktiver stützen. Unter Berufung auf französische und israelische Quellen berichtet das Nachrichtenportal debka.com jetzt über einen zusehenden Wandel der russischen und iranischen Unterstützung für Assad von strategischem Beistand hin zu tatsächlich militärischer Hilfe. So habe der Iran dem Assad-Regime Fateh-Raketen geschickt – samt Personal. Die Fateh ist eine hoch entwickelte iranische Kurzstrecken-Rakete mit hoher Zielgenauigkeit. Die Raketen würden mehr oder weniger unverdeckt von iranischem Personal abgefeuert, das mittlerweile sogar syrische Raketeneinheiten kommandiere.

Retourkutsche

Gemeint sei die Verlegung der Fateh, so die Quellen, vor allem aber auch als Irans Antwort auf die Stationierung von Patriot-Abfangraketen in der Türkei entlang der Grenze zu Syrien durch die NATO. Und als Zeichen an Israel und die USA. Letztere hatten wiederholt vor Syriens Chemiewaffenarsenal gewarnt und eine Intervention in Betracht gezogen, sollten dieses aktiviert werden.

Auf der anderen Seite wird die russische Entsendung von Kriegsschiffen zu einem Manöver ins Mittelmeer und zu einer iranischen Übung im Golf als offene Beistandsbekundung und Botschaft verstanden, dass man mit dem Iran in Sachen Syrien auf einer Linie sei. Zudem habe die russische Armee im Süden Russlands SAM-Boden-Luft-Raketen in Stellung gebracht – gegen die Türkei und die dort stationierten Patriots.

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