Politik | Ausland
22.03.2017

Mehr als 30 Tote bei Luftangriff in Syrien

Eine angeblich als Flüchtlingsunterkunft genutzte Schule in der Provinz Al-Rakka wurde getroffen.

Bei einem Luftangriff auf eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Schule im Norden Syriens sind laut Aktivisten mindestens 33 Zivilisten ums Leben gekommen. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Mittwoch. Der Anschlag habe demnach bereits am Dienstag stattgefunden. Bis jetzt gab es noch keine Bestätigung für die Angaben der Aktivistengruppe.

Jets der US-geführten internationalen Koalition sollen für die Bombardierung des Ortes Al-Mansoura verantwortlich sein, so die Beobachtungsstelle. Erklärungen, wie man zu diesem Schluss kommt, blieben die Aktivisten in ihrer Aussendung allerdings schuldig. Al-Mansoura, das in der Provinz Al-Rakka liegt, ist unter Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Bei den Opfern handle es sich um Vertriebene aus Raqqa, Aleppo und Homs, erklärte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

In Washington findet am Mittwoch ein Treffen der Außenminister der Anti-IS-Koalition unter der Führung der USA statt. Für Österreich nimmt Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) teil.