Politik | Ausland
23.08.2017

Spanische Muslime demonstrierten gegen Terror

Rund 200 Teilnehmer bei Kundgebung in Granada.

Sechs Tage nach den Anschlägen in Spanien haben Muslime in Granada gegen Gewalt demonstriert. An der Kundgebung in der andalusischen Hauptstadt beteiligten sich rund 200 Menschen, wie ein AFP-Reporter beobachtete. Auf Plakaten und Spruchbändern war zu lesen: "Terrorismus hat keine Religion" oder "Ich bin Muslim und will in Frieden leben."

Aufgerufen zu der Demonstration hatten mehrere muslimische Gruppen und Kulturorganisationen.

Sie protestierten auch gegen die Zunahme von Übergriffen auf Muslime nach den Attentaten. Der Leiter des Spanischen Verbands der religiösen islamischen Organisationen (FEERII) sprach von einer "Lawine von Fällen". An Moscheen seien rassistische Graffiti gefunden worden. Zudem gebe es zahlreiche Aufrufe in den sozialen Netzwerken, alle Muslime aus Spanien auszuweisen.

Am Montag waren in Barcelona bereits rund tausend Muslime gegen Gewalt auf die Straße gegangen. Bei den Anschlägen in Katalonien hatten mutmaßliche Islamisten 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt.