Politik | Ausland
08.02.2017

Somalias Parlament wählt Präsidenten in Flughafengebäude

Die Wahl findet aus Sicherheitsgründen im Gebäude des Flughafens der Hauptstadt Mogadischu statt. Der Flugverkehr wurde vorläufig eingestellt.

Unter stark verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat die Wahl eines neuen Präsidenten in Somalia begonnen. Zum Beginn der Abstimmung am Mittwoch waren 328 der 329 wahlberechtigten Parlamentsabgeordneten anwesend. Die Wahl findet aus Sicherheitsgründen im Gebäude des Flughafens der Hauptstadt Mogadischu statt. Der Flugverkehr wurde vorläufig eingestellt.

Bereits am Vortag wurde Mogadischu von Hunderten somalischen Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union abgeriegelt, um Anschlägen der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab vorzubeugen.

20 Kandidaten um das Amt des Präsidenten

Neben dem amtierenden Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud bewerben sich 20 weitere Kandidaten. Zu den Herausforderern mit den größten Erfolgsaussichten zählen der scheidende Ministerpräsident Omar Abdirashi Ali Sharmake, der frühere Regierungschef Mohamed Abdullahi Farmajo und der einstige Präsident einer Übergangsregierung, Sharif Sheikh Ahmed. Erzielt keiner der Kandidaten mindestens zwei Drittel der Stimmen, kommt es zu einer Stichwahl.

Zahlreiche Somalier schreiben der Wahl einen großen symbolischen Wert zu. Mehr als zwei Jahrzehnte gab es in dem Land am Horn von Afrika keine funktionierende Zentralregierung. Mohamud wurde 2012 erstmals vom Parlament zum Präsidenten gewählt.