Politik | Ausland
05.05.2017

Somalia: Erster US-Soldat seit 1993 getötet

Bei Einsatz mit der somalischen Armee wurden außerdem zwei weitere Amerikaner verletzt.

In Somalia ist zum ersten Mal seit dem verhängnisvollen Kampfeinsatz von 1993 ein US-Soldat getötet worden. Der Soldat sei bei einem gemeinsamen Einsatz mit der somalischen Armee gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz durch Schusswaffen getötet worden, teilte das US-Afrika-Kommando (Africom) am Freitag mit. Demnach fand der Einsatz rund 60 Kilometer westlich von Mogadischu statt. Die US-Truppen seien zur Beratung und Unterstützung der somalischen Armee beteiligt gewesen.

Zwei weitere US-Soldaten seien bei dem Einsatz verletzt worden, fügte die Africom-Sprecherin Robyn Mack hinzu. Mack zufolge handelte es sich um den ersten in Somalia getöteten US-Soldaten seit 1993. Bei dem im Film "Black Hawk Down" verewigten verhängnisvollen Einsatz vom 3. Oktober 1993 waren zwei US-Hubschrauber in Mogadischu abgeschossen worden, 18 Soldaten wurden dabei getötet.

Der Vorfall bedeutete das Scheitern des US-Eingreifens in Somalia unter dem Dach der UNO. Erst im Jänner 2014 stationierten die USA wieder Soldaten in dem Land am Horn von Afrika. Ihre Aufgabe ist in erster Linie die Ausbildung somalischer Soldaten im Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz.