Politik | Ausland
03.03.2015

Slowenien führt Homo-Ehe ein

Parlament stimmte mit 51 gegen 28 Stimmen für Gleichstellung homosexueller Partnerschaften.

Slowenien führt die Zivilehe auch für homosexuelle Paare ein. Eine entsprechende Gesetzesänderung, mit der die Partnerschaften von Schwulen und Lesben vollständig mit der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden, wurde am Dienstagabend im Parlament verabschiedet.

Für die Homo-Ehe stimmten 51, dagegen 28 Abgeordnete. An der Abstimmung nahmen 84 von insgesamt 90 Mandataren teil. Die neue Regelung, die von der Oppositionspartei Vereinigte Linke eingebracht wurde, genoss eine breite Unterstützung unter allen linksgerichteten und liberalen Parteien.

Das novellierte Gesetz sieht eine komplette Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften vor, auch was das Adoptionsrecht angeht. Die legistische Lösung dafür ist simpel: Die Ehe wird als Verbindung zweier Personen ungeachtet des Geschlechts definiert.

Proteste von Gegnern

Vehement gegen die Gleichstellung waren neben den konservativen Oppositionsparteien auch die katholische Kirche und konservative Bürgerinitiativen. Die Gegner, versammelt in einem Bündnis "Es geht um die Kinder", hielten am Dienstag eine Kundgebung vor dem Parlament ab. Medienberichten zufolge protestierten mehrere tausend Menschen gegen die Homo-Ehe, insbesondere aber gegen das Adoptionsrecht. Die Gegner kündigten bereits eine Volksabstimmung gegen die Gesetzesnovelle an, wofür sie 40.000 Wählerstimmen sammeln werden müssen.