Alistair Darling, Gegner (li.), und Alex Salmond, Befürworter der Unabhängigkeit Schottlands, im TV-Duell

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TV-Duell
08/26/2014

Schlappe für schottischen Unabhängigkeits-Gegner

Salmond punktete laut Umfrage gegen Darling - und bot ihm Job an.

Gut drei Wochen vor dem Referendum über eine Unabhängigkeit Schottlands hat das Lager der Gegner einer Abspaltung von Großbritannien eine Schlappe erlitten. Im letzten TV-Duell schlug sich der Anführer der Befürworter einer Unabhängigkeit, Alex Salmond, nach Ansicht von 71 Prozent der Zuschauer besser als sein Gegenspieler Alistair Darling, wie eine Umfrage in der Nacht auf Dienstag ergab.

Experten sind skeptisch

Experten zeigten sich aber skeptisch, ob sich dies bei der Abstimmung am 18. September auch in mehr Unterstützung für die Unabhängigkeitsbewegung niederschlagen wird. Mitte August ergab eine Auswertung mehrerer Umfragen, dass 57 Prozent der Wähler gegen eine Loslösung von Großbritannien stimmen wollen und 43 Prozent dafür. Unentschiedene Wähler wurden dabei allerdings nicht berücksichtigt.

Ein Schwerpunkt der etwa eineinhalbstündigen hitzigen Debatte am Montagabend war das Thema Wirtschaft. Der schottische Regierungschef Salmond sagte, er werde nach einem Austritt für eine Währungsunion mit Großbritannien plädieren. Er betonte, Edinburgh werde notfalls auch ohne Zustimmung aus London das britische Pfund beibehalten - und ohne Währungsunion auch keinen Teil der britischen Staatsschulden übernehmen. Darling nannte dies Unsinn. Der ehemalige britische Finanzminister warf Salmond vor, keinen echten "Plan B" zu haben, sollte die britische Regierung einem unabhängigen Schottland das Pfund als Währung verweigern.

Darling lacht über Angebot

Salmond erklärte weiter, er wolle nach einem "Ja" zur Unabhängigkeit alle Lager einbinden - "von da an heißt es 'Team Schottland'". Salmond bot in der Fernsehdebatte auch Darling eine Rolle dabei an - "falls er verfügbar ist", wie der Regierungschef betonte. Darling, ein ehemaliger britischer Finanzminister und Labour-Abgeordneter in Edinburgh, reagierte darauf mit einem Lachen.

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