"Schon wieder trifft es Haiti - die Menschen tun mir leid"
Während die Menschen an der US-Ostküste am Samstag vor dem nahenden Hurrikan zitterten – Millionen Amerikaner verließen die Region –, wird in Haiti schon eine erste Schadensbilanz gezogen: Fast 900 Menschen kamen ums Leben, etwa eine Million Menschen brauchen Hilfe. Vor allem die Bewohner im Südwesten des ohnehin bitterarmen Karibikstaates haben alles verloren.
"Mit tun die Menschen in Haiti leid. Sie trifft völlig unverschuldet eine Naturkatastrophe nach der anderen", sagt Robert Moosbrugger, Haiti-Experte und Helfer der Caritas. Der 40-jährige Bregenzer, der seit dem Erdbeben mit 200.000 Toten vor fast sieben Jahren in und für Haiti im Einsatz ist, fliegt heute nach Port-au-Prince. Die lokalen Caritas-Helfer sind bereits im Dauereinsatz, um den Menschen zu helfen, sie verteilen Essen, Trinkwasser, Hygieneartikel, Matratzen. "Es fehlt an allem. Unser Caritas-Team in der Hauptstadt versucht alles einzukaufen, was zu bekommen ist."
Erst Beben, dann Cholera, jetzt Sturm
Der Tropensturm erreichte Samstagfrüh die US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina, hat sich aber auf Stufe 1 abgeschwächt. Zum Vergleich: Auf Haiti tobte Matthew mit Stufe 4.
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