Politik | Ausland
24.08.2017

Russlands Botschafter im Sudan liegt tot im Pool

Mirgajas Schirinski ist tot im Swimmingpool seines Anwesens aufgefunden worden. Er ist bereits der vierte Botschafter Russlands, der in den vergangenen Monaten gestorben ist.

Russlands Botschafter im Sudan, Mirgayas Schirinski, ist tot aufgefunden worden. Der Diplomat, der 1954 geboren wurde, wurde im Pool seiner Residenz in der Hauptstadt Khartum gefunden. Russische Medien berichteten, zur Hilfe gerufene Ärzte konnten nichts mehr für den Mann tun.

Das sudanesische Außenministerium machte laut New York Times zur Todesursache Schirinskis keine Angaben. Reuters zufolge soll er jedoch an Bluthochdruck gelitten haben und eines natürlichen Todes gestorben sein. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert einen Beamten, der sagt, dass der Botschafter während des Schwimmens im Pool gestorben sei. Das russische Außenministerium teilte über die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti mit, dass man noch keine ausführlichen Informationen über die Umstände des Todes erhalten habe.

Der Fall Schirinski ist der vierte Tod eines russischen Diplomaten innerhalb weniger Monate. Vor sechs Monaten starb UN-Botschafter Witali Tschurkin unter unbekannten Umständen. Die russische Regierung hält bis heute die Todesursache geheim. Im Januar erlag der Vertreter Russland in Indien, Alexander Kadakin, einer Krankheit. Im Dezember 2016 wurde der Vertreter in Ankara, Andrej Karlow, von einem türkischen Polizisten erschossen.

Schirinski diente vor seiner Station im Sudan als Botschafter in Ägypten, im Yemen und Ruanda. Er war verheiratet und hatte einen Sohn. Im Sudan bereitete Schirinski den Staatsbesuch des umstrittenen sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir in Moskau vor. Gegen al-Bashir liegen seit 2009 zwei internationale Haftbefehle vor - wegen Kriegsverbrechen und Völkermord.