Politik | Ausland
19.03.2018

Russland-Wahl: Das Ergebnis

Die russische Präsidentschaftswahl hat ein vorläufiges Endergebnis. Putin bleibt mit dem besten Abschneiden seiner Laufbahn für sechs weitere Jahre im Amt.

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat die Präsidentenwahl mit rund 76,6 Prozent der Wählerstimmen gewonnen. Das sprach ihm die Wahlleitung als vorläufiges Endergebnis am Montag zu. Damit bleibt der 65-Jährige wie erwartet für sechs weitere Jahre im Amt.

Wahlbeteiligung bei 67 Prozent

Den zweiten Platz erreichte der Kommunist Pawel Grudinin mit 11,8 Prozent, dahinter der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski mit 5,6 Prozent. Für die liberale TV-Journalistin Xenia Sobtschak stimmten 1,6 Prozent, vier weitere Kandidaten erhielten noch weniger.

Die Wahlbeteiligung bei der Abstimmung am Sonntag lag bei rund 67 Prozent. Im Jahr 2012 lag sie bei 64,3 Prozent. Kremlkritiker Alexej Nawalny, der zur Wahl nicht antreten durfte, hatte zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen.

Deutscher Außenminister: Nicht komplett fair

Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas hat den Ablauf der Wahl kritisiert. "Das Ergebnis der Wahl in Russland hat uns genauso wenig überrascht wie die Umstände dieser Wahl", sagte Maas am Montag beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. "Von einem fairen politischen Wettbewerb, wie wir ihn kennen, kann sicherlich nicht in allen Punkten die Rede sein." Zudem sei "nicht akzeptabel", dass die Wahl auch "auf dem völkerrechtswidrig annektierten Gebiet der Krim stattgefunden hat".

Maas sagte, er gehe davon aus, dass Russland nach der Wiederwahl Putins "ein schwieriger Partner bleiben" werde. Russland werde aber in internationalen Konflikten gebraucht, man werde im Dialog bleiben. Maas erwarte aber von Moskau mehr "konstruktive Beiträge" als bisher.