Russissches Luftabwehrsystem S-300 VM, wie es in Tartus stationiert ist.

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10/10/2016

Russland richtet Stützpunkte in Syrien ein

Genutzt werden nun permanent von Russland der Hafen von Tartus und der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim. Die genauen Zahlen der Präsenz sind indes geheim.

Russland nützt sein Engagement im Syrien-Krieg, um dauerhaft im strategisch wichtigen Nahost-Staat Fuß zu fassen. Im schon bisher von russischen Kriegsschiffen genutzten Mittelmeerhafen Tartus werde ein "ständiger russischer Marinestützpunkt" eingerichtet, teilte die Regierung in Moskau am Montag mit. Bereits seit 1971 nutzt es den Hafen von Tartus als einzigen Mittelmeerstützpunkt für seine Kriegsschiffe.

Die russische Armee unterstützt im Bürgerkrieg den umstrittenen Machthaber Bashar al-Assad. Jüngst war Russland wegen des Bombardements der bedeutsamen Stadt Aleppo international scharf kritisiert worden. Die USA brachen aus Protest gegen das Vorgehen ihre Syrien-Gespräche mit Russland ab.

Bilaterales Abkommen ratifiziert

Erst am Freitag ratifizierte die russische Staatsduma ein bilaterales Abkommen, das die unbefristete Stationierung von Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Soldaten auf einem russischen Stützpunkt in Syrien erlaubt. Anfang Oktober brachte Russland ein Raketenabwehrsystem vom Typ S-300 nach Tartus. Es handle sich um ein "reines Abwehrsystem", das niemanden bedrohe, hieß es.

In Hmeimim (Provinz Latakia) sind russische Kampfflugzeuge stationiert. Wie viele Jets in Syrien im Einsatz sind, hält der Kreml geheim. Staatsmedien sprachen im Vorjahr von über 50 Flugzeugen. Moskau flog Angriffe etwa mit Kampfjets vom Typ Suchoi Su-25-SM und Suchoi Su-30SM. Auch Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 und Mi-8-Mehrzweckhubschrauber wurden eingesetzt. Vor der syrischen Küste ankern russische Kriegsschiffe.

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