Russisches Militär

© REUTERS/EDUARD KORNIYENKO

Ostsee
03/13/2015

Russisches Seemanöver mit scharfer Munition

Das Manöver findet kurz vor dem Jahrestag der Krim-Annexion statt.

Kurz vor dem Jahrestag der Krim-Annexion hat die russische Marine heute mit einem Seemanöver in der Ostsee begonnen. Dabei werde auch mit scharfer Munition gefeuert, meldete die Nachrichtenagentur RIA. An dem Manöver seien auch Fallschirmjäger beteiligt. Es handle sich um geplante Übungen, hieß es.

Fallschirmjäger und Marineeinheiten hatten eine zentrale Rolle gespielt, als Russland nach dem Machtwechsel in Kiew vor einem Jahr innerhalb von wenigen Tagen die Kontrolle der ukrainischen Halbinsel Krim übernommen hatte. (Mehr dazu hier.)

NATO verstärkte Präsenz

Gegen die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gerichtete russische Militäroperationen gelten als unwahrscheinlich, weil Moskau damit in einen offenen Konflikt mit der westlichen Verteidigungsallianz NATO eintreten würde. Die NATO hat ihre Präsenz in den baltischen Staaten jüngst verstärkt. Wegen der exponierten Lage der drei Ex-Sowjetrepubliken bezweifeln Militärexperten, dass die NATO eine russische Invasion verhindern könnte.

Russland wirft Westen Propaganda vor

Ausgerechnet im Zusammenhang mit der Annexion der Krim hat Russland dem Westen eine "schmutzige Propaganda" vorgeworfen. Die USA und ihre Verbündeten würden ein verzerrtes Bild der Situation um die Krim zeichnen, sagte der russische Parlamentschef Sergej Naryschkin am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Vor dem Jahrestag des umstrittenen Krim-Referendums am 16. März sagte der Politiker, dass die Bewohner der Halbinsel 2014 in einer "freien Willensentscheidung" ein Leben in der Russischen Föderation gewählt hätten.

Für Westen Bruch des Völkerrechts

Die USA und die EU hatten die Volksabstimmung als verfassungswidrig kritisiert. Sie verurteilten die anschließende Annexion durch Russland als Bruch des Völkerrechts. Die Ukraine erhebt weiter Anspruch auf das Gebiet, das ihr 1954 von dem damaligen Kremlchef Nikita Chruschtschow zugesprochen worden war.

Mehr als 1,56 Millionen Bewohner der Krim hätten inzwischen den russischen Pass, sagte der Leiter der Migrationsbehörde der Republik Krim, Pjotr Jarosch. Die Ausgabe der Dokumente gehe weiter, sagte Jarosch. Anspruch darauf habe jeder Krim-Bewohner ab dem 14. Lebensjahr. "Heute kommt auch eine große Zahl an Menschen aus der Ukraine zu uns. Das hängt vor allem damit zusammen, dass dort die Lebensbedingungen schlecht sind", sagte er.

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