Umringt von Journalisten: Victor Ponta von den Sozialdemokraten ist der Favorit.

© APA/EPA/ROBERT GHEMENT

Staatsoberhaupt
11/03/2014

Rumänien-Wahl: Ponta klar in Führung

Probleme für Auslandsrumänen bei der Abstimmung sorgt für Kontroversen.

Bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien hat Ministerpräsident Victor Ponta von den Sozialdemokraten (PSD) seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Liberalen-Chef Klaus Johannis (Iohannis) ausgebaut. Nach der Auszählung von 56 Prozent der Stimmzettel kommt Ponta nach Angaben des Zentrale Wahlbüros vom Montagmorgen auf 39,5 Prozent, Johannis 30,1 Prozent.

Der rumäniendeutsche Bürgermeister von Sibiu konnte damit die von ihm angestrebte 30-Prozent-Marke überschreiten. Ponta und Johannis treten nun in einer Stichwahl gegeneinander an.

Probleme bei Wahllokalen im Ausland

Drittgereihter ist laut den bisherigen Ergebnissen Ex-Premier Calin Popescu Tariceanu mit 5,8 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung wird derzeit auf 52,5 Prozent geschätzt. Erstmals bei einer Präsidentschaftswahl gab es bei den Wahllokalen im Ausland gravierende Probleme: lange Warteschlangen, zu wenig Stempel und Formulare und die Verweigerung der Verlängerung der Öffnungszeiten. Die Opposition beschuldigt die Regierung, die Stimmabgabe vieler Auslandsrumänen verhindert zu haben.

In vielen europäischen Großstädten warteten Tausende Rumänen vergeblich, um ihre Stimme abzugeben. Auch in Wien musste man mit mehrstündigen Wartezeiten rechnen. In London und Paris entstanden spontane Straßenproteste, die Polizei war im Einsatz.

"Demütigung"

In Bukarest versammelten sich mehrere Hundert Menschen vor dem Außenministerium, um gegen die "Demütigung " der Auslandsrumänen zu demonstrieren. Sie forderten, wie auch der scheidende Staatschef Traian Basescu, den Rücktritt von Außenminister Titus Corlatean und des Ministers für die Auslandsrumänen, Bogdan-Dragos-Aureliu Marian-Stanoevici.

3,2 Millionen Rumänen leben im Ausland, davon laut Statistik Austria rund 80.000 in Österreich. Sie stellen nach den Deutschen die zweitgrößte Einwanderungsgruppe aus anderen EU-Staaten dar.

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