Politik | Ausland
21.03.2012

Romney gewinnt in Illinois

Mitt Romney ging mit mehr als 10 Prozentpunkten Vorsprung auf Konkurrent Santorum als klarer Sieger aus der Vorwahl in Illinois.

Für Mitt Romney war es ein „außergewöhnlicher Sieg“, den er bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Illinois eingefahren hat. Mit gut 12 Prozentpunkten Vorsprung auf seinen stärksten Konkurrenten Rick Santorum hat der Multimillionär seine Aussicht auf die republikanischer Kandidatur weiter verbessert. Der frühere Gouverneur von Massachusetts kam nach Auszählung von mehr als 70 Prozent der Stimmen laut CNN auf 47 Prozent, der erzkonservative Ex-Senator Santorum erhielt 35 Prozent.

Der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul und der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, waren mit neun beziehungsweise acht Prozent abgeschlagen.

Die nächsten Vorwahlen finden am Samstag im Südstaat Louisiana, hier sagten Meinungsforscher zuletzt einen Erfolg Santorums voraus.

Romney attackiert Obama

In seiner Siegesrede in Schaumburg nahe Chicago attackierte Romney Präsident Barack Obama, den er für "weniger Jobs und schrumpfende Gehaltsschecks" in dessen Amtszeit verantwortlich machte. Bei der Wahl im November werde es um die "wirtschaftliche Freiheit" gehen, die Obama mit einer Ausweitung des Staates angegriffen habe, sagte der frühere Finanzmanager und Multimillionär.

Romney liegt nach fast drei Monaten Vorwahl-Marathon bei den Wahlmännerstimmen klar vorne. Derzeit hat der Ex-Gouverneur laut CNN-Berechnungen mindestens 506 Delegierte hinter sich. Um zum Herausforderer von Obama gekürt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1.144 Delegierte hinter sich wissen.

Santorum: „Brauchen keinen Manager“

Santorum hielt sich am Wahlabend in Gettysburg in seinem Heimatstaat Pennsylvania auf. Der Ex-Senator betonte, dass er in den konservativen Hochburgen von Illinois mehr Stimmen als Romney geholt habe. Dem Ex-Gouverneur warf er vor, bei vielen Themen in der Vergangenheit zu nah an den Positionen Obamas gelegen zu haben. Nur er könne als Kandidat einen "Kontrast" zu Obama herstellen, sagte Santorum. "Wir brauchen keinen Manager, wir brauchen jemanden, der den Regierungsapparat an den Wurzeln packt", so der erzkonservative Politiker.

Gingrich, der bisher nur in South Carolina und seinem Heimatstaat Georgia gewinnen konnte, warf Romney vor, sich lediglich wegen seiner Finanzkraft in den Vorwahlen durchzusetzen. Um gegen Obama bestehen zu können, bräuchten die Republikaner aber "mächtige Lösungen, die den Präsidenten für sein Scheitern zur Rechenschaft ziehen", erklärte er.