Politik | Ausland
25.12.2017

Kongo: Präsidenten-Residenz in Brand gesetzt

Die Armee macht Mai-Mai-Rebellen für den Anschlag verantwortlich.

Mutmaßliche Rebellen haben am Montag im Osten der Demokratischen Republik Kongo eine Residenz von Präsident Joseph Kabila angezündet. Nach Angaben von Augenzeugen wurde bei dem Brand in Musienene in der Unruheprovinz Nord-Kivu ein Polizist getötet, der Wache schob.

Ein Militärvertreter machte die Rebellengruppe Mai-Mai verantwortlich. Die Angreifer hätten das Gebäude zuerst geplündert und dann angezündet, sagte er.

Kabila verbringt die meiste Zeit in der Hauptstadt Kabila, er soll aber im ganzen Land Häuser besitzen. Musienene ist immer wieder Schauplatz von Protesten gegen den Präsidenten. Kabila weigert sich, die Macht abzugeben, obwohl seine Amtszeit offiziell bereits vor einem Jahr endete. Ursprünglich sollten im Jahr 2017 Wahlen für seine Nachfolge stattfinden, doch diese wurden immer wieder verschoben.