Politik | Ausland
12.04.2017

Putin: Beziehungen Russland/USA unter Trump "verschlechtert"

Offen, ob Kreml-Chef den US-Außenminister bei seinem Moskau-Besuch empfängt.

Die russisch-amerikanischen Beziehungen haben sich nach Einschätzung von Kreml-Chef Wladimir Putin seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump verschlechtert. Putin äußerte sich am Mittwoch anlässlich des ersten Besuchs von US-Außenminister Rex Tillerson in Moskau. Putins Sprecher ließ offen, ob Putin Tillerson zu einem Gespräch empfangen werde.

Nach der Wahl Trumps hatte Putin die Hoffnung auf eine Verbesserung in den bilateralen Beziehungen geäußert. Trump steht innenpolitisch massiv wegen Russland-Kontakten seiner Vertrauten unter Druck und ist bemüht, auf Distanz zu Putin zu gehen. Nach US-Geheimdiensterkenntnissen hatte Putin die Kampagne vor der US-Präsidentenwahl beeinflusst, um Trump zum Sieg zu verhelfen.

Russland ist massiv verärgert über den jüngstenUS-Luftangriff auf eine syrische Luftwaffenbasis, auf der auch russische Soldaten stationiert waren. Washington übte damit Vergeltung für einenangeblichen Giftgaseinsatz durch das syrische Regime.
Zuvor sorgte Trump-Sprecher Sean Spicer im Presseraum des Weißen Hauses für Stirnrunzeln und irritierte Blicke unter den Journalisten. Um klarzumachen, warum Russland endlich die Unterstützung für den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad einstellen müsse, bemüht Spicer einen Vergleich zur Nazi-Zeit. Er sagt, nicht einmal eine so verabscheuungswürdige Person wie Adolf Hitler sei so tief gesunken, Chemiewaffen einzusetzen. Es ist ein Satz, der suggeriert, Assad sei schlimmer als der Diktator, weil er Giftgas gegen das eigene Volk eingesetzt habe. Mehr über die Patzer des Trump-Sprecherslesen Sie hier.