Verspricht als Premier radikalen Wechsel: Aleksandar Vucic

© Reuters/MARKO DJURICA

Serbien
03/16/2014

Partei von Vucic verbucht Wahlsieg

Laut Hochrechnungen hat sich die SNS rund 50 Prozent der Stimmen gesichert.

Mehr als 25 Prozent Arbeitslosigkeit, rasant steigende Staatsschulden und ein Defizit, das heuer acht Prozent ansteuert: Eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für einen bisherigen Vizepremier, um Wahlen zu gewinnen. Das Aleksandar Vucic trotzdem schon vor den ersten Ergebnissen als neuer Regierungschef in Belgrad galt, liegt vor allem an der Schwäche seiner politischen Mitbewerber. Der bisherige Premier Ivica Dacic gilt als Hauptverantwortlicher für die wirtschaftliche Misere des Landes, andere Parteien sind zersplittert.

Vucic dagegen hat sich vor allem durch seine demonstrativ harte Hand im Kampf gegen Korruption profiliert. Er ließ zahlreiche, politisch einflussreiche Unternehmer verhaften, darunter auch einige, die bisher als unantastbar galten.

Den damit erworbenen Ruf als Serbiens "starker Mann" will Vucic jetzt auch mit einer neuen Wirtschaftspolitik unter Beweis stellen. Der 44-Jährige, der sich vom früheren Ultra-Nationalisten zum EU-freundlichen Moderaten gewandelt hat, verspricht nicht weniger als einen radikalen politischen Kurswechsel.

Vucic will vor allem die mehr als hundert vor der Pleite stehenden staatlichen Unternehmen endlich sanieren und für ausländische Investoren attraktiv machen. Außerdem will er den aufgeblähten öffentlichen Dienst verkleinern und das Pensionssystem auf eine neue Basis stellen. Leere Versprechungen, meinen seine Gegner. Vucic hätte diese Probleme auch bisher schon angehen können.

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