Politik | Ausland
30.08.2017

Pannenserie der First Lady: "Manolos sind Melanias Gummistiefel"

Die First Lady trippelt nicht nur im Hochwasser neben der Spur.

Zehn Zentimeter, darunter geht bei Melania Trump nichts – auch nicht, wenn sie mit diesen Monsterabsätzen durchs Hochwasser trippelt. Die First Lady der USA hat wieder einmal einen ihrer ohnehin zahlreichen peinlichen Auftritte abgeliefert. Nach dem verheerenden Sturm "Harvey" brach sie am Dienstag in eleganten und gefährlich hohen Stiletto-Schuhen mit ihrem Mann Donald Trump in die Flutgebiete im Bundesstaat Texas auf. Manche Beobachter fanden das Outfit unpassend, die Präsidentenfrau zog in sozialen Medien viel Spott auf sich. "Hilfe ist unterwegs, Texas! Keine Sorge, Melania hat ihre speziellen Sturm-Stilettos", schrieb der Drehbuchautor Brad Wollack auf Twitter.

Die Komikerin Jessica Kirson twitterte ebenfalls spöttisch: „Super Idee, First Lady. Mit deinen Absätzen kannst du die Trümmer aufsammeln.“

Das amerikanische Society Magazin Hollywood Reporter resümierte kurz und bissig: "Manolos sind Melanias Gummistiefel." Offensichtlich hatte der beißende Spott im Internet auch die Air Force One erreicht und dort einen Dress-Code-Krisenplan ausgelöst. Den Flug nach Corpus Christi, wo das Paar vom Sturm getroffene Gebiete besuchte, nutzte die First Lady jedenfalls für einen Kleidungswechsel. Der Maschine entstieg sei in einer weißen Bluse, die High Heels hatte sie gegen schneeweiße Turnschuhe getauscht. Den Kopf bedeckte eine Baseballmütze mit dem Aufdruck "FLOTUS", der offiziellen Abkürzung für First Lady Of The United States.

Rede abgekupfert

Es ist nicht das erste Mal, dass Melania Trump bei einem ihrer öffentlichen Auftritte trotz ihrer Modelmaße keine gute Figur macht. Schon während des Wahlkampfes mied sie die Auftritte ihres Mannes weitgehend. Als sie es dann schließlich beim Parteitag der Republikaner einmal auf die Bühne schaffte und eine etwas holprige Lobeshymne auf ihren Mann ablieferte, wurde rasch nachher bekannt, dass große Teile der Rede von ihrer Vorgängerin Michelle Obama abgekupfert waren.

"Als ob sie niesen müsste"

Die US-Klatschspalten sind voll von Spott über Melanias chronisch blasierten Gesichtsausdruck, der – so schwirren die Gerüchte in den sozialen Medien – die unglückliche Folge von Schönheitschirurgie ist. Sie sehe ständig aus, als ob sie niesen müsste, kommentierten prominente Kolumnisten. Dieses etwas eingefrorene Mienenspiel macht natürlich die für eine First Lady unvermeidlichen Besuche in Schulen, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen zum Problem. So sorgte es regelrecht für mediales Aufsehen, als sie bei einer Frankreich-Visite in einem Kindergarten tatsächlich lächelte.

Zurück nach New York

Ansonsten versteckt sich das Ex-Model aus Slowenien am liebsten hinter riesigen Sonnenbrillen und meidet, wo es geht, öffentliche Auftritte an der Seite ihres Mannes. Es gilt ohnehin als offenes Geheimnis, dass Melania ihr Leben als Millionärsgattin lieber fortgesetzt hätte, als sich als First Lady abzumühen. Erst vor wenigen Wochen haben sie und Sohn Byron den Umzug ins Weiße Haus absolviert, doch kürzlich tauchte Melania schon wieder in ihrem alten Domizil, im Trump Tower in New York auf.

Verschmähte Hand

Bei einem der ersten Auslandsbesuche des US-Präsidenten in Israel im Mai wollte die First Lady beim gemeinsamen Israel-Besuch mit ihrem Gatten nicht Händchen halten. Dieser bot ihr seine zum Halten an, sie wollte ihm ihre aber nicht reichen.

Auf Twitter kursierten nur wenige Stunden nach dem Vorkommnis Clips, die Melanias Reaktion auf Trumps Annäherungsversuch zeigen. Während einige User das Video sehr negativ deuteten und in der vermeintlich forschen Körpersprache der First Lady große Ablehnung sahen beurteilten andere die Reaktion als sanftes Zurückziehen der Hand.

Bizarre Körpersprache

Nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten verbreiteten sich zahllose Memes, Fotos und Kurzclips der bizarren Körpersprache von Melania Trump. Auch das Verhalten ihres Mannes wurde kritisch beäugt. Die Trumps wirkten entfremdet, Donald desinteressiert, Melania phasenweise genervt, ihr Gesicht oftmals versteinert.

Das US-Online-Portal mic.com hat die Körpersprache des Präsidenten-Paares von Experten beurteilen lassen.

Beim ersten Aufeinandertreffen der Obamas und der Trumps am Tag der Angelobung wurden Trump und seine Gattin von den Obamas vor dem Weißen Haus empfangen. Nachdem das Auto vorgefahren war, stieg Trump die Stiegen zu den Obamas schnellen Schrittes empor, verzichtete darauf höflichkeitshalber auf seine Frau zu warten, die auf der anderen Seite des Autos ausgestiegen war. Verhaltensexpertin Susan Constantine analysiert diese Szene im Gespräch dem Online-Portal wie folgt: "Wenn man nicht wüsste, dass die beiden verheiratet sind, würde man es nicht merken."

"Er hat nicht nur nicht gewartet, er ist auch gleich die Stufen zu den Obamas raufgegangen und hat sie begrüßt. Er hat auch nicht darauf geachtet, ob sie da ist oder ihr die Stufen hinauf geholfen", ergänzt Körpersprachenexpertin, Autorin und Rhetoriktrainerin Patti Wood. Und weiter: "Als sie dann an seine Seite kommt nimmt er sie nicht in den Arm, begrüßt sie nicht und zieht sie auch nicht zu sich heran." Stattdessen hätte nur kurz zu ihr aufgeschaut, als sei sie "irgendjemand" und sie nicht angegriffen.

Angespannte Tanzeinlage

Auch beim Inaugural Dance, dem ersten Tanz des Präsidenten-Paares auf dem Inauguration Ball wirkten sowohl Melania als auch Donald Trump angespannt. Wood merkt zudem an, dass sich Melania während des Tanzes von ihrem Mann weglehnt. "Das sagt in der Regel 'Ich will mich nicht mit dir als Partner vereinigen'", schildert sie.