Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland.

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Politik Ausland
10/10/2016

Paneuropäer üben heftige Kritik an Norbert Hofer

"Dürfen nicht gestatten, dass sich Hofer & Co als nachdenklich-kritische Europabefürworter maskieren", sagte Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland.

Der Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, der EU-Abgeordnete Bernd Posselt (CSU) hat den Auftritt von Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer (FPÖ) bei einer Tagung der österreichischen Sektion der Paneuropa-Bewegung in Wien kritisiert. "Wir dürfen Hofer & Co. nicht gestatten, sich als nachdenklich-kritische Europabefürworter zu maskieren", warnte Posselt am Montag in einer Aussendung.

"Eingefleischter Antieuropäer"

Hofer sei ein "eingefleischter Antieuropäer". In seiner Rede vor dem Paneuropa-Kongress am Wochenende habe der FPÖ-Politiker sowohl fälschlicherweise "die aktuelle Krise der EU den Medien angelastet und nicht nationalistischen Parteien wie der FPÖ", als auch gleichzeitig "hemmungslos Putinsche Propaganda gegen die Ukraine verbreitet". Die Paneuropa-Union sei als "antipopulistische und antinationalistische, von christlichen Wertvorstellungen geprägte Internationale an vorderster Front aufgerufen, grenzüberschreitend die Menschen gegen Europagegner wie Hofer zu mobilisieren, auch wenn diese zeitweise Kreide fressen".

Posselt dankte dem österreichischen Paneuropa-Vorsitzenden, Karl Habsburg-Lothringen, dass dieser in der gleichen Versammlung die "eindeutige Solidarität unserer 1922 gegründeten ältesten europäischen Einigungsbewegung mit der vom russischen Imperialismus bedrohten Ukraine" bekräftigt habe. Habsburg-Lothringen ortete in seiner Rede zudem in "Nationalismus, Antiglobalismus und politischer Indifferenz" eine "giftige Mischung", die gefährlich für Europa sein könnte.