Ausschreitungen und Gewalt im Nahen Osten: Ein vermummter Palästinenser nahe Ramallah.

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Nahost
10/17/2015

Palästinenser nach Messerangriffen erschossen

Vorfälle im Westjordanland und in Ost-Jerusalem. USA wollen aufgeheizten Konflikt entschärfen.

Im Westjordanland und in Ost-Jerusalem sind am Samstag fünf Palästinenser nach versuchten Messerattacken auf Israelis getötet worden.

Zwei Palästinenser sind im Westjordanland Samstagabend bei weiteren Messerattacken auf Israelis getötet worden. Ein Vorfall ereignete sich nach Armeeangaben in Hebron. Ein attackierter Soldat sei verletzt, der Angreifer getötet worden. Zu einem Übergriff auf einen Grenzpolizisten kam es demnach zudem in Kalandia nahe Ramallah. Auch hier sei der Angreifer getötet worden. Am Samstag hatte es zuvor bereits drei separate Messerattacken von Palästinensern auf Israelis gegeben. Alle Attentäter - unter ihnen eine Frau - wurden getötet.

In Hebron im Westjordanland habe ein 18-jähriger Palästinenser zunächst versucht, einen israelischen Passanten zu erstechen, teilten die palästinensischen Sicherheitskräfte mit. Daraufhin sei er von seinem Opfer erschossen worden. Die israelische Armee bestätigte, dass der Passant attackiert wurde und daraufhin auf den Angreifer geschossen habe.

In Ost-Jerusalem erschossen israelische Soldaten nach Polizeiangaben einen Palästinenser, der versucht hatte, einen israelischen Soldaten an einem Kontrollpunkt zu erstechen. Auch ein junges Mädchen, das in Hebron im Westjordanland mit einem Messer auf eine israelische Soldatin losgegangen war, starb.

Tote auf beiden Seiten

Die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen, insbesondere in den von Israel besetzten Gebieten Westjordanland und Ost-Jerusalem. Bei Angriffen von Palästinensern starben seit Monatsbeginn sieben Israelis. Auf palästinensischer Seite gab es rund 40 Tote, darunter mutmaßliche Angreifer.

Kerry trifft Netanyahu in Deutschland

Im zugespitzten Konflikt bemühen sich die USA um eine Entschärfung. US-Präsident Barack Obama zeigte sich äußerst besorgt über die jüngste Gewalt in der Region. Sein Außenminister John Kerry will mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nach einem Weg aus dem Konflikt suchen.

"Diese Art von willkürlicher Gewalt wird zu nichts führen als zu mehr Elend und Unsicherheit", sagte Obama am Freitag im Weißen Haus. Kerry will Netanyahu kommende Woche zu einem Krisengespräch in Deutschland treffen.

Zuletzt hatte es erhebliche Spannungen zwischen Washington und Jerusalem über das Vorgehen der Israelis gegen Palästinenser gegeben. Das US-Außenministerium hatte von "exzessiver Gewaltanwendung" gesprochen und beiden Seiten Terrorakte vorgeworfen. Das Verhältnis von Obama und Netanyahu gilt seit langer Zeit als belastet.

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