Der Flughafen wurde von drei heftigen Explosionen erschüttert.

© APA/EPA/STRINGER

Pakistan
06/09/2014

Taliban bekennen sich zu Angriff auf Flughafen

Die Angreifer in Karachi lieferten sich einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften.

Die Taliban in Pakistan haben sich zu dem terroristischen Angriff auf den Flughafen von Karachi mit mindestens 28 Toten bekannt. Die Attacke sei die Rache für Luftangriffe der pakistanischen Armee auf "Unschuldige" in den Stammesgebieten nahe der Grenze zu Afghanistan, sagte ein Sprecher der islamistischen Extremisten, Shahidullah Shahid, am Montag.

"Dies ist eine Botschaft an die pakistanische Regierung, dass wir noch am Leben sind." Laut Militär hatten zehn schwer bewaffnete Terroristen den Flughafen in der Nacht auf Montag angegriffen. Nach stundenlangen Schusswechseln meldete Generalmajor Rizwan Akhtar am Morgen, dass alle Terroristen tot seien. Sieben wurden demnach erschossen, drei hätten sich in die Luft gesprengt. Nach Worten der Ärztin Seemi Jamali der Junnah-Klinik kamen 13 Angehörige der Sicherheitskräfte und fünf Zivilisten ums Leben. Von den 23 Verletzten befänden sich fünf in kritischem Zustand.

Am Montagmorgen (Ortszeit) waren kurzzeitig erneut Schüsse zu hören. Dabei hatten Armeeangehöre versehentlich auf einen Mitarbeiter der Flughafensicherheit geschossen, den sie für einen weiteren Terroristen hielten. Der Mann wurde verletzt. Der Flughafen sollte am Montagmittag (Ortszeit) seinen Betrieb wieder aufnehmen.

23 Tote in Grenzregion

In der Stadt Kaftan an der Grenze zum Iran wurden indes schiitische Pilger, die von einer Fahrt mit Bussen zu heiligen Stätten in dem Nachbarland zurückkehrten, angegriffen. Es habe sich um einen "Feuer- und Selbstmordanschlag" gehandelt, sagten pakistanische Behördenvertreter AFP. Der Angriff ereignete sich demnach, als die Pilger in zwei Restaurants in der Grenzstadt zu Abend aßen.

Der Innenminister der südwestlichen Unruheprovinz Baluchistan, Akbar Durrani, sagte zunächst, unter den Toten seien mehrere Pilger und Sicherheitskräfte gewesen. Später gab er an, bei allen 23 Toten handle es sich um Pilger. Mindestens sieben Menschen seien zudem verletzt worden, sechs Frauen und ein Kind. Sie wurden laut Durrani zur Behandlung in den Iran gebracht.

Bei den Angreifern handelte es sich den Angaben zufolge um vier Selbstmordattentäter. Sie hätten die beiden von Pilgern besuchten Restaurants angreifen wollen. Einer der Angreifer wurde demnach vor einem der Lokale erschossen, die anderen drei drangen in das zweite Restaurant ein und sprengten sich dort in die Luft. Insgesamt hätten sich zur Tatzeit am Ort der Attacke etwa 300 Menschen befunden.

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