© REUTERS/ABDALRHMAN ISMAIL

Syrien
07/30/2016

Offensive in Aleppo: Islamisten wollen Belagerung durchbrechen

Heftige Gefechte um blockierte Versorgungsrouten. Bis zu 300.000 Menschen sitzen in syrischer Stadt fest.

Islamistische Aufständische haben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eine neue Offensive in Aleppo gestartet. Gruppen wie die einflussreiche Ahrar al-Scham und Dschihadisten wie die frühere Al-Nusra-Front, die sich jetzt Fatah al-Scham nennt, wollten demnach die Belagerung Aleppos durch Regierungstruppen durchbrechen, um eine neue Versorgungsroute freizukämpfen.

Rebellen hätten südliche Stadtviertel der Metropole beschossen, die von Soldaten des Präsidenten Bashar al-Assad kontrolliert werden. Im Gegenzug hätten Kampfflugzeuge Wohngegenden bombardiert, die von Aufständischen beherrscht werden.

Bis zu 300.000 Menschen eingeschlossen

Vor gut zwei Wochen hatten die syrische Armee und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die Rebellenviertel Aleppos gekappt. Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe. Am Wochenende verließ nach Angaben der syrischen und russischen Regierung eine größere Zahl von Zivilisten die belagerten Rebellenviertel über sogenannte sichere Korridore. Zwischen 250.000 und 300.000 Menschen sind in der Stadt nach UN-Angaben eingeschlossen.

Das russische Militär teilte am Sonntag mit, seit Öffnung der Korridore am Donnerstag hätten 169 Zivilisten Aleppo verlassen. 69 Rebellen hätten die Waffen niedergelegt und sich ergeben, sagte Generalleutnant Sergej Tschwarkow. An den drei Fluchtkorridoren habe die syrische Regierung Lager aufgebaut, um bis zu 3.000 Menschen zu versorgen. Vier weitere Korridore sollten eingerichtet werden. Russische Truppen unterstützen in Syrien die Armee von Präsident Bashar Al-Assad. Ein Sprecher der Opposition in Aleppo wies Berichte über Flüchtlinge jedoch als falsch zurück.

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