Obama besucht Sehenswürdigkeiten in Südkorea

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Rundreise
04/25/2014

Obama auf Asien-Tour: Gemeinsam gegen Nordkorea

Der US-Präsident ist zu Gast bei den asiatischen Verbündeten.

Japan, Südkorea, Malaysia und die Philippinen: US-Präsident Barack Obama absolviert innerhalb einer Woche ein dicht gedrängtes Tour-Programm. Die Botschaft: Die USA bleiben in Ost- und Südostasien engagiert und beschützen die Verbündeten vor Pjöngjang. Am Freitag kam Obama an seiner zweiten Station in Südkorea an. Thema Nummer eins ist dort freilich das nordkoreanische Atomprogramm. Nach Einschätzung des Südens könnte der kommunistische Norden jederzeit seinen vierten Atomtest unternehmen. Im Fall eines neuen Tests werde Nordkorea "eine starke Reaktion der internationalen Gemeinschaft zu spüren bekommen", warnte Obama in einem schriftlichen Interview der südkoreanischen Zeitung "JoongAng Ilbo".

Die Situation ist mehr als gespannt. Unmittelbar vor Obamas Ankunft hat die südkoreanische Marine Warnschüsse auf zwei Patrouillenboote Nordkoreas abgefeuert. Die Schiffe sollen "eine Seemeile weit" in südkoreanische Hoheitsgewässer eingedrungen sein. Experten des in den USA ansässigen USA-Korea-Instituts vermeldeten am Freitag zudem erhöhte Aktivitäten auf dem nordkoreanischen Atomtestgelände Punggye Ri. Sie bezogen sich dabei auf zwei Tage alte Satellitenaufnahmen. Es handle sich vermutlich um "Vorbereitungen für eine Detonation", erklärte das renommierte Institut der Johns Hopkins Universität in Baltimore auf seiner Website. In den vergangenen Tagen gab es Spekulationen über eine mögliche Provokation aus Pjöngjang aus Anlass der Obama-Visite in Südkorea.

Wogen glätten

Zuvor besuchte Obama Tokio: Dabei sollten die Wogen nach einer umstrittenen Geste wieder geglättet werden. Diverse Abgeordnete, darunter Ministerpräsident Shinzo Abe, hatten unlängst den Yasukuni-Schrein besucht, wo auch Kriegsverbrecher geehrt werden. Der Akt war auf heftige Kritik gestoßen.

Auf der Asientour will der US-Präsident auch dem wachsenden Einfluss Chinas begegnen. Japan und Südkorea sind die wichtigsten Alliierten der USA in der Region. Die Spannungen zwischen Tokio und Seoul erschweren Obamas Mission jedoch. Er hatte erst kürzlich in Den Haag ein Dreier-Treffen mit Abe und der südkoreanischen Staatspräsidentin Park Geun Hye vermittelt. Eigentlich wollte Obama schon im vergangenen Herbst nach Asien reisen - seine Absage wegen des Haushaltsstreits in Washington hatte damals für Irritationen bei den Partnern in Asien gesorgt.

Dass Obama in Asien generell auf regionale Gepflogenheit mehr Rücksicht nehmen muss, als sonst, zeigte eine Episode vom Donnerstag: Der US-Präsident aß beim Abendessen mit Regierungschef Abe sein Sushi nicht auf und sorgte damit gleich für Rauschen im Blätterwald. Sogar ein japanischer Regierungssprecher musste daraufhin eine Stellungnahme abgeben.

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